Erster Gaudi Tag

Da wir beide vom anstrengenden Anreisetag noch ziemlich fertig waren, gönnten wir uns heute erst einmal noch ein wenig Ruhe, bis wir uns ins Geschehen stürzten. Das heißt, zunächst richtig ausschlafen und dann in aller Gemächlichkeit frühstücken. Unser Hostel bietet einen rund-um-die-Uhr-Frühstücksservice an, so dass das sonst so übliche Gedränge kurz vor neun zum Glück aus. Wir konnten allein auf der Terrasse sitzen und und den Bauch mit Toast, Muffins und Croissants samt Marmelade den Bauch vollschlagen und wenn das noch nicht gereicht hätte, wäre noch jede Menge Jogurt verfügbar gewesen, dazu frischen Kaffee und Tetrapack-Saft und, wer es mag, Kakao im Überfluss. Überhaupt kann man es sich durchaus gut gehen lassen, wenn man kein fünf-Sterne-Hotel erwartet. Im Grunde ist es nur eine riesige Wohnung mit rund 150qm, eben den vier Schlafräumen, die ich bereits erwähnte, und drei Badezimmern bzw. drei Toiletten und drei Duschen. Es gibt offenbar nur zwei Angestellte, Eric und Ana, aber beide sehr nett und wahnsinnig hilfsbereit.

Unser heutiger Ausflug führte uns zum Güell Park, eine vom Architekten Antoni Gaudi erschaffene Gartenanlage im Baustil der Modernisme, wie so ziemlich alles hier in Barcelona. Selbst jene unter euch, die schon mal in Barcelona waren, werden die neue Regelung dort wohl noch nicht kennen. Da der Besuch des Grundsstücks bisher immer kostenlos war, kamen täglich unzähligen IMG_5917Menschenmassen zu Besuch, wodurch die Anlage so überrannt wurde, dass die Grünflächen zunehmend in Mitleidenschaft gezogen wurden. Deshalb wurde ein ökonomischeres Konzept eingeführt: Der Eintritt kostet nun acht Euro und die immer noch Interessierten werden kontrolliert eingelassen – pro halbe Stunde eine bestimmte Anzahl, um zu garantieren, dass nie mehr als ein paar Hundert auf den Wegen des Park Güell flannieren. So hatten wir ein paar Stündchen Zeit, bis uns der Eintritt gewährt wurde, die wir zum Spazieren im kostenfreien Bereich nutzen konnten. Kostenfrei zumindest, wenn man kein Herz für Straßenmusiker und -verkäufer hat, denn die sitzen und stehen dort im zehn- bis zwanzig-Meter-Abstand und versuchen ihre Musik und Waren an die Leute zu verticken. Für erstere Händlergruppe hatte Karo natürlich mehr als nur ein Herz, auch wenn einer eher durch Mut und Witz überzeugte als durch Talent. Der Park Güell lässt sich schwer in Worte fassen, daher macht euch einfach selbst ein Bild.

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Den restlichten Nachmittag streiften wir durch die Straßen und Gassen IMG_5959Barcelonas auf der Suche nach den Spuren Gaudis. Es ist ein ganz zauberhafte Stadt und mehr als einen Besuch wert. Vielleicht komme ich ja in den nächsten Tagen noch ein wenig mehr zum Erzählen. Für heute ist es zu spät, daher nur noch ein Satz zum Abschluss des Tages. Okay, drei. Auf dem Heimweg kamen wir an einem entzückenden Restaurant vorbei, dass Paella servierte und da ich zufälligerweise schon den ganzen Tag genau darauf Lust hatte, verschlug es uns abends wieder im eben jenes Etablissement. Auch wenn die Kellnerin kein Englisch oder Deutsch konnte und unsere Spanischkenntnisse nur minimal bis gar nicht vorhanden sind, bekamen wir genau das, was wir wollten und es war soooooo lecker. Leicht betüddelt fanden wir den Weg zurück ins Hostel und ließen diesen bunten Tag ganz gemütlich ausklingen.



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