Die Nacht war gut, aber kurz. Das Zimmer hätte komplett dunkel sein können, ich hätte einfach nur aufstehen und die Badezimmertür schließen müssen. Aber nein, ich war zu träge und konnte daher ab fünf Uhr nicht mehr schlafen. Doch auch ein Ausruhen im Bett ist nicht zu unterschätzen. Das Wolkendorf ist jedenfalls sehr schön ruhig. Nach dem Frühstück brachen wir zum letzten Ziel der gemeinsamen Reise auf: Cincșor. Auch dort steht – wer hätte das gedacht – eine Kirchenburg. Die Kuratorin und ihr Mann erzählten uns zu ihrer Geschichte und der der Kirche, den Restaurationen, den Bemühungen, die Kirche am Leben zu halten, Rumänien im 20. Jahrhundert, vor allem im Zweiten Weltkrieg, und mehr. Wir wurden auf dem Gelände herumgeführt und anschließend verköstigt, tatsächlich das erste Essen, dass ich nicht so toll fand, denn während es für die Fleischesser einen halben Vogel pro Mensch gab, mit Kartoffelbrei und Gemüse, bekamen die Vegetarier:innen einfach nur den Brei und etwas weniger (!) Gemüse. Also quasi nur Paprikamatsch. Zum Nachtisch zähen Eierkuchen gefüllt mit seltsamer Marmelade und Walnüssen. Aber gut, da einer aus der Gruppe seinen Nachtisch nicht wollte, bekam ich zwei und wurde dadurch auch irgendwie satt. Die Kugeln, die ihr hier auf dem zweiten Bild seht, sind übrigens runde Steine, die man hier so in den Bergen finden kann und sich Trovanten nennen (vom Französchen „trouver“ – finden). Diese sollen quasi Kanonenkugeln imitieren und suggerieren, dass die Mauer so stark ist, dass sogar Kanonenkugeln nicht durchkommen und nur stecken bleiben.













Nach dem Essen stiegen wir ein letztes Mal gemeinsam in den Bus, um nur wenige Kilometer nach Voila zu fahren, wo Katrin, Matthias und ich uns in den Zug setzten, um den Weg zurück nach Brașov anzutreten – was gar nicht so leicht war, der es gab quasi keinen Bahnsteig und man musste in den Zug hochklettern. Der Rest der Gruppe fuhr mit dem Bus weiter zum Flughafen, um die Heimreise anzutreten.






Zurück in Brașov machten Katrin und Matthias sich auf zur Wohnung, während ich mir einen Linienbus schnappte und zum Zoo fuhr. Ich hatte ein riesiges Glück, denn war ich erst etwas enttäuscht, dass die Pinguine nur ganz weit hinten im Becken schwammen, kam weniger als eine Minute später der Mann mit den Fischen und schon war Action in der Bude. Nachdem ich genügend Pinguin Endorphine gesammelt hatte, setzte ich mich wieder in den Bus und fuhr zur Unterkunft. Dann noch im Supermarkt Abendessen kaufen, essen, duschen und nun geht’s ab ins Bett, denn morgen machen wir uns superfrüh auf den Weg ans Meer.





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