Be happy. Be healthy. Be at peace. Be loved.

Es ist ein bisschen schwierig, einen so intensiven Tag in Worte zu fassen, vor allem bei so vielen Emotionen. Ich werde es bei einem Erlebnisbericht belassen, auch wenn dieser dem heute Erlebten nicht gerecht wird. Ich kann mir vorstellen, dass es für euch jetzt gar nicht so spannend ist, denn man muss es einfach erleben, um zu begreifen, was es mit einem macht.

Wie sind hier eine Gruppe von 19 Teilnehmenden (aus Deutschland, Großbritannien, USA, Slowenien und Finnland), zwei Instruktor*innen (Denise und Chris) und drei Assistenten (Laura, Nicole und Barbara). Die Teilnehmenden sind alles Fremde bzw größtenteils. Ich glaube, dass es ein Pärchen und auch zwei Freundinnen gibt. Aber der Rest der Gruppe ist komplett unbekannt. Doch nach 24 Stunden ist schon eine gewisse Vertrautheit da, so dass zumindest ich mich wundere, dass ich gerade erst einen Tag hier bin. Oder es ist nicht unbedingt eine Vertrautheit sondern eher Vertrauen und Offenheit. Und es sind keine Nervensägen oder Arschlöcher dabei. Irgendwie wollen sich einfach alle finden oder erden. Ganz anders auch als ein Aufenthalt in der Klinik oder so. Es ist durch und durch angenehm. Inzwischen kenne ich auch bestimmt 3/4 der Namen.

Aber nun zum Tag: Um 8 Uhr gab es bereits die erste Yoga Stunde mit Nicole, die aus sieben Stufen oder Schritten bestand. Ganz bemerkenswert dabei, dass ich zu Beginn der Übungen noch gar nicht richtig schmerzfrei auf dem Rücken liegen konnte (Shavasana), zum Ende ging es aber doch ganz gut. Danach gab es Frühstück mit Brot (das Chris selbst gebacken hat) und Belag und Obst und Porridge und Eiern.

Nach dem Frühstück versammelten wir uns, um zu einer nahegelegenen Terrasse zu laufen, um dort Acro Yoga zu machen. Es hat mich unverschämt viel Zeit gebraucht, um zu begreifen, dass der Begriff für Akrobatik Yoga steht… Vor dieser wunderschönen Kulisse haben wir also Partnerübungen gemacht, beginnend mit einer Vertrauensübung und dann zu zweit diverse Posen. Aber seht selbst:

Danach ging es über einen kleinen Umweg zurück zur Unterkunft.

Zum anschließenden Mittagessen bekamen wir Kürbissuppe mit dem leckeren Brot zum Frühstück. Hmmm. Nach einer Verdauungspause stand der nächste Workshop auf dem Programm, der es wirklich in sich hatte, Health Coaching. Wir bekamen eine Art Diagramm, in dem jeder seine aktuelle Zufriedenheit bzw Unzufriedenheit zu bestimmten Bereichen einschätzen sollte. Als ich mit meiner Grafik fertig war, musste ich feststellen, dass ich zurzeit wirklich ganz schön zufrieden sein kann, und mich überkam so ein riesiges Gefühl der Dankbarkeit. Andere haben allerdings momentan einen wirklich schweren Rucksack zu tragen und es floss mehr als nur eine Träne.

Vor dem letzten Workshop des Tages hatte ich doch am meisten Schiss, denn wir lernten in Zweierteams, wie man eine Thai Massage gibt. Etwas, was mir bei mir nahestehenden Menschen schon schwerfiele, aber mit jemandem, den ich gar nicht kenne? Es klappte aber erstaunlich gut und nachdem ich für mich beschlossen hatte, dass meine Partnerin es bestimmt okay findet, mich zu massieren, immer hatte sie mich gefragt, konnte ich sogar richtig entspannen. Sie war dann später von meiner Handmassage sehr angetan und wollte gar nicht, dass ich aufhöre.

Jetzt ist die „Pflicht“ des Tages getan und ich genieße gleich nochmal die Sauna…



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