Zuhause

Falls jemand fragt, ich bin wieder zu Hause. Die Rückfahrt hat unfassbar gut geklappt, obwohl ich sehr viel dafür getan habe, dass es nicht so wird. Da ich durch das viel zu helle Zimmer sehr früh wach war, gelangte ich rechtzeitig am Bahnhof an, der ja weniger als einen Kilometer entfernt liegt. Weil meine Verbindung sich leicht geändert hatte, hatte ich keine Zugbindung mehr und buchte daher Sitzplätze für eine frühere Verbindung. Was auch gut war, denn für die eigentliche hatte ich gar keinen Sitzplatz bekommen, zumindest nicht im ersten IC. Der Zug kam pünktlich. Ich hatte schnell meinen Platz gefunden und konnte in Ruhe Serien gucken – denn dieser IC hatte zum Glück auch eine Steckdose zum Aufladen meines Tablets. Dann reklamierte aber jemand meine Platzwahl – er hatte den Fensterplatz. Upsi, da hatte ich mich wohl vertan. Eine Stunde kam wieder jemand und wollte meinen Platz – ich hatte mich zudem in der Reihe geirrt. Ich war einfach zu müde. Aber alles immer sehr freundlich und verständnisvoll. Im Laufe der Fahrt hatte der Zug eine Verspätung von 20 Minuten aufgebaut, mein Anschlusszug aber wartete. Ich war mir nicht 100%ig sicher, ob die aufgehobene Zugbindung nicht doch nur für den ersten Zug galt. Aber beim Kontrollieren wurde nichts beanstandet. Auch nicht, dass ich im falschen Wagen saß. Erwähnte ich schon, dass ich wahnsinnig müde bin? Der Zug kam 10 Minuten zu früh am Ziel an. In Berlin kam sofort ein Regio, am Potsdamer Platz auch sofort die S-Bahn. Als hätte irgendjemand versucht, all die Wartezeiten und den Stress, den ich mit der Bahn schon hatte, wieder gut zu machen. Und während ich das hierzu schreibe, fährt die S-Bahn in meinen Bahnhof. Perfektion!



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