Über die Schweiz zum Bodensee

Heute stand die längste Autofahrt dieses Urlaubes auf dem Programm (von der Anreise mal abgesehen). Erneut verschlug es uns ins Ausland, dieses Mal in die Schweiz. Um genauer zu sein, nach Schaffhausen zum Rheinfall. Das ist schon ein sehr imposantes Stück Natur dort, mit seinen 150m Breite und 23m Höhe. Es fließen gewaltige Wassermassen hinab, knapp 400m3 pro Sekunde. Ich vermute, würde man dort ins Wasser fallen, müsste man schon sehr viel Glück haben, nicht zu ertrinken. Oder sich übelst den Kopf aufzuschlagen und verbluten. Oder beides.

Für einen schnellen Überblick über die Ecke, gönnten wir uns auch heute wieder eine kleine Bootsfahrt. Das war auch genau das Richtige, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nur rund die Hälfte des Schweizer Guides verstehen konnte. Schon ein witziges Gefühl, dort auf dem Rhein zu fahren, links die Schweiz, rechts Deutschland. Das Wetter war für diesen Ausflug absolut perfekt. Kaum ein Wölkchen am Himmel, aber auch nur rund 22 Grad. Im Schatten. Leider lockte das auch Unmengen an Touristen ans Wasser. Oder sollte ich sagen „egozentrische Idioten“? Meine Güte, wie schwer kann es denn sein, einfach mal nicht im Weg zu stehen? Wieso ist Rücksichtnahme für so eine Menschen ein Fremdwort? So war ich dann also hin- und hergerissen zwischen diesem atemberaubenden Naturspektakel und dem absoluten Ausrasten ob der Mitmenschen. Nach der Bootsfahrt spazierten wir noch auf die andere Seite des Wassers, quasi hinter dem Wasserfall über eine Brücke und dann auf der anderen Seite des Rheins zur nächsten Brücke und wieder zum Auto. Der Rhein trägt hier nicht ganz umsonst diesen Namen. Das Wasser ist so wunderbar klar und sauber. Es habe wohl sogar Trinkwasserqualität. Testen wollte ich das dann aber auch nicht.

Das Ganze dauerte nur etwa 2,5-3 Stunden, so dass dann noch genug Zeit blieb, um ein weiteres Tagesziel anzustreben: Konstanz. Viel von der Stadt habe ich allerdings nicht gesehen, da die Anfahrt etwas unerwartet kompliziert war und dann die Zeit fehlte. Denn ich hatte noch eine Verabredung. Viel mehr Vasco hatte noch eine. Nämlich bei seinen Geschwistern bei Sealife. Ich hielt mich gar nicht großartig mit den ganzen langweiligen Fischen dort auf, sondern spazierte gleich direkt zu den Eselspinguinen. Vasco war superglücklich, ich sag’s euch!

Während Vasco und ich mit den Pinguinen quatschen, machte Karo die Stadt unsicher. So kam jeder auf seine Kosten. Also ich fertig war, verweilte ich noch ein paar Minuten am Bodensee, genoss die Aussicht und lief dann wieder zurück zum Parkhaus, um dann einige Zeit danach wieder mit Karo zusammenzutreffen und nach Hause zu fahren. Gern hätte ich noch mehr vom Bodensee gesehen, aber meine Energie reichte einfach nicht mehr aus und so richtig viel Zeit war ja auch nicht. Das werde ich dann wohl irgendwann mal nachholen müssen.



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