Ein Blick in die Alpen

Im Grunde lässt sich der Tag heute in einem Satz zusammenfassen: Wir sind zum Feldberg gefahren, hochgewandert, runtergewandert und wieder zurückgefahren. Kurz und schmerzlos.

Aber keine Sorge, treue Leserschaft, so schnell entlasse ich euch nicht. Also: Wir hatten uns im Vorfeld über Komoot eine Route rausgesucht, die wir heute gehen wollten. Leider stellte sich heraus, dass man zum Ausgangspunkt der Route gar nicht fahren kann. Wir hätten also 6km mehr spazieren müssen… Was bei dem Wetter wohl kaum ein Spaß gewesen wäre. Daher entschieden wir uns zu improvisieren, hielten an anderer Stelle erneut und erklommen von da aus dann den Feldberg. Oben angekommen konnten wir sogar die ursprünglich geplante Route wieder aufnehmen, ließen nur einen Teil davon aus, hatten aber trotzdem einen guten Anhaltspunkt, wie man dort am besten läuft. Aber zunächst war der Feldberg Turm dran. Aktuell fährt man dort mit dem Fahrstuhl hoch und geht die Treppen wieder runter. Der Eintritt kostet zwar, doch der Blick von oben lohnt sich. Man kann bei gutem Wetter, welches wir heute hatten, bis rüber zu den Alpen schauen. Das ist schon echt wahnsinnig beeindruckend.

Danach saßen wir eine Weile auf der Wiese, aßen unseren Proviant und schauten in die Ferne. Direkt vor uns saß ein älteres Paar, das sah so niedlich aus. Ich habe sie für euch mal eingefangen.

Dann ging es aber wirklich los. Naja, weit kamen wir nicht. Damit muss man immer rechnen, wenn man mit mir unterwegs ist – wenn da irgendwelche Tiere rumstehen, sind die erst einmal spannender als alles andere. Zum Glück macht Karo ja auch (fast) jeden Spaß mit. Zumindest hat sie sich nicht beschwert… Also nur wenige hundert Meter vom Turm entfernt entstand dann dieses Bild.

Ab da konnten wir dann aber Tempo aufnehmen. Das war sogar trotz der dauerhaft strahlenden Sonne gar nicht schlimm, denn da oben hatten wir keine 20 Grad (zum Vergleich: auf dem Parkplatz waren es 29 Grad) und stattdessen ein laues Lüftchen. Perfekte Wanderbedingungen also. Und überall ein wundervoller Ausblick, da kommt man aus dem Staunen kaum raus. In einem Gasthaus ruhten wir eine Weile, ich aß Flammkuchen, Karo Salat. Als dann die Energiereserven wieder aufgetankt waren, ging es los zur letzten Etappe. Insgesamt knapp 9km, 16.000 Schritte, alles sehr gute begehbare Wege und wenn man erst einmal die Ecke rund um den Turm verlassen hat, ist es auch verhältnismäßig menschenleer.

Also ein wirklich schöner Tag, eine sehr angenehme Wanderung mit guten Wegen und überschaubarer Steigung, und trotzdem ein Ausblick, der sich sehen lassen kann. Sowas gern wieder!

Und bevor ich es wieder vergesse: Wir haben mal unsere Anfahrt zur Wohnung aufgezeichnet. Diese Strecke fahre ich nun täglich.



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