Turbulenter Flug 

Inzwischen bin ich gut gelandet. Nachdem ich relativ lang am Flughafen warten musste, da ich vor lauter Aufregung viel zu früh da war, also noch vor dem Einchecken, saß ich dann kurz nach sieben Uhr im Flieger. Die Sicherheitskontrollen waren schon etwas intensiver, als man es allgemein kennt, doch hatte ich es mir viel schlimmer vorgestellt. Was jedoch wirklich gruselig wurde, war der Flug am sich. Noch nie bin ich in der Luft in solche Turbulenzen geraten, das Flugzeug hat so sehr gewackelt, dass meine Sitznachbarin, die eh sichtlich nervös war, mehrfach in mich hineingekracht ist. Zum Glück hatte ich mein Tablet dabei und konnte meine Gedanken auf teufliche Hausmädchen lenken. Die israelischen Kinder vor mir blieben ganz cool, die schienen das schon zu kennen. Aber cool war der eine sowieso, wie ihr hier am Rucksack erkennen könnt. 

Angekommen in Tel Aviv war der Hitzeschock natürlich groß. Rund 33 Grad. Und ich noch in warmen Flugzeugklamotten. Daran werde ich mich hier noch gewöhnen müssen. Nach einer weiteren gründlichen Passkontrolle und einer Auskunft über meine Ansichten hier in Israel, empfingen mich Katrin und Jakob und nahmen mich mit dem Zug mit Richtung Haifa. Am Bahnhof wachsen kleine Aliens. 


Die Zugfahrt hatte keine Chance, langweilig zu werden, denn ein alter russischer Lehrer gesellte auch zu uns, erzählte uns von seinem Leben, zeigte uns Bilder seiner sechs Kinder und vier Frauen (die er aber nach meinen Verständnis nicht gleichzeitig hatte) und beschwerte sich, dass wir Deutschen Königsberg nicht wieder in Anspruch nehmen. Die Russen würden uns die Stadt so gern wiedergeben und wir lehnen sie einfach ab… Ich war allerdings immer wieder abgelenkt von dieser Gestalt, die neben uns saß. 

Jetzt sitze ich in Haifa in Katrins Unterkunft und es gibt Essen. Blick aus dem Fenster sieht so aus: 



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