Nein, Kumba ya wurde nicht gesungen, soweit ich weiß, aber es hätte gepasst hier am letzten Abend im Gschösswandhaus. Nach einer letzten Runde entspannendem Yin Yoga mit Denise bekamen wir Chili sin Carne und einen ganz köstlichen Kaiserschmarrn von Chris. Ein wahres Festessen, eines Abschieds nach so einer intensiven Zeit würdig. Intensiv, ich weiß gar nicht, ob das das richtige Worte ist. Jeder, mit dem ich sprach, hatte den Eindruck, wir wären nicht nur fünf Tage sondern mindestens zwei Wochen hier in den Bergen gewesen. Nicht, dass die Zeit nicht schnell genug vergangen sei, ganz im Gegenteil, doch haben wir so viel unternommen – und ist so viel in uns mit uns passiert – dass der Verstand kaum glauben mag, dass es sich in einem so kurzen Zeitraum quetschen ließe. Selbstachtsamkeit und Selbstliebe, zwei ganz wichtige Säulen, die hier vermittelt und für uns alle bisher viel zu sehr vernachlässigt wurden. Für mich persönlich ein entscheidender Schritt zur Selbstständigkeit und um es mit den Worten von Nicole zu sagen: Ich bin genug, ich tue genug, ich habe genug. Mit dem Gedanken lässt es sich doch viel besser und tiefer atmen. Eines Tages wird der Gedanke hoffentlich auch zum Gefühl.
Doch noch einmal zurück zum Abend: Letztes Highlight dieser Reise war ein Lagerfeuer, zu dem noch einmal alle zusammenkamen und mit Gitarrenbegleitung sangen. Nachdem heute die Aktivitäten immer in Gruppen stattfanden, war es doch wirklich schön, dass zum Schluss die Runde noch einmal vollständig Zeit miteinander verbrachte. Dieser Haufen unterschiedlicher Fremder der am Ende fast wie ein Freundeskreis wirkt.


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