Es ist manchmal etwas schwierig, Blog Beiträge zu schreiben, wenn um einen herum eine wilde Mischung aus Englisch, Deutsch, Spanisch und Holländisch gesprochen wird. Ich merke grad ständig, dass ich einen Satz anfange, aber dann in kruder Grammatik oder Rechtschreibung fortsetze oder ganz und gar den Gedanken verliere, daher nehmt es mir bitte nicht übel, wenn ich hier Kauderwelsch von mir gebe. Aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau und tatsächlich habe ich heute schon sowohl Komplimente für mein Englisch als auch für mein Spanisch bekommen. Letzteres reicht noch nicht für ganze Unterhaltungen, aber ich bin durchaus in der Lage, dann zu bitten, mit Karte zahlen zu dürfen. Es wird! Ich glaube, ich werde doch noch mal einen offiziellen Sprachkurs machen, vielleicht sogar hier auf der Insel. Bzw auf der anderen Insel. Habe ich das schon mal gesagt? Kommt mir grad so bekannt vor. Die Akademie bietet aber auch noch ein paar andere sehr spannende Kurse an, die der persönlichen Weiterentwicklung dienen. Aber ich habe ja noch etliche Arbeitsjahre vor mir, viel Platz also für Bildungsurlaub. Es gibt auch einen, um sich zum Interkulturellen Trainer ausbilden zu lassen, allerdings nicht hier und es ist so unfassbar teuer, dass ich mir das dann doch dreimal überlegen werde. Sowas sollte gefördert werden!!
Nun aber zum heutigen Tag, der lange noch nicht vorbei ist, doch da wir nachher eine Schweigenacht einlegen werden, die auch eine Nicht-Nutzung des Handys nahelegt. Und auch sonstige Ablenkung zwar nicht verbietet, aber zumindest empfiehlt, es zu meiden. Daher hier mein Bericht des Tages. Nach einer erstaunlich entspannten Nacht war ich absolut bereit für die Yoga Stunde um neun, auch wenn ich dank Schulterschmerzen nicht alles mitmachen konnte. Dann Frühstück und im Anschluss fuhren wir mit José zur Finca de Osorio, um von dort aus eine Wanderung durch den Wald oder Nationalpark zu machen. So Berg hoch und so. Viele Bäume, schöner Ausblick. José weiß wahrlich Bescheid, was die Natur im ihn herum anbelangt und trotz seines eher bruchstückhaften Englischs vermittelte er sehr viel Wissen über Flora und Fauna. Einen Teil des Weges legten wir barfuß zurück, für so eine Art von Gehmeditation. Wusstet ihr, dass es hier auf (in?) Gran Canaria keine Flüsse gibt? Und dass Bambus nur einmal im Leben blüht und danach stirbt? Und dass die kanarische Magnolie Früchte trägt? Und dass es hier kaum Wildtiere gibt?









Zum Glück war die Wanderung nicht zu lang, denn bei den Temperaturen (in der Sonne bestimmt über 25°C) und den Steigungen gerate ich schnell an meine Grenzen. Aber bis auf die Anfangsstrecke war ich immer ganz vorn mit dabei und hatte keinerlei Schwierigkeiten. Meine Uhr sagt, dass ich gerade mal 5.000 Schritte gemacht habe, also kann die Strecke nicht allzu lang gewesen sein. Nach einem späten Mittagessen, wie hier so üblich, sitze ich nun wieder im Garten zum Lesen, Schreiben, Entspannen und inzwischen auch mehr Interagieren mit dem Rest der Gruppe (was nicht meine Absicht war, eigentlich wollte ich hier in Ruhe sitzen, aber dann gesellten sich die anderen dazu, weil das hier einfach der schönste Platz ist – und es lässt sich ganz gut aushalten). Alle scheinen etwas nervös zu sein, wegen der „stillen Nacht“ heute. Mal schauen, wie das so wird und ob ich nicht doch irgendwann zum Buch greife oder mich anderweitig ablenke.




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