Von da aus ging es bergab

Fangen wir mit den Formalitäten an. Es ist Montag, ein Tag nach unserem Ruhetag, wir sind beide gut erholt, das Wetter ist freundlich, 24 Grad, bewölkt aber trocken, kein Wind, immer noch Sommerferien (in Baden-Württemberg). Der letzte Punkt ist ein ganz wichtiger, wenn man bedenkt, dass wir uns für heute eines der touristischsten Ausflugsziele des Schwarzwaldes entschieden haben: Triberg bzw. die Triberger Wasserfälle.

Nach einen entspannten Frühstück machten wir uns also auf den Weg nach… lasst mich überlegen… Westen, müsste das sein… oder nee, eher Süden. Eine reichliche Stunde entfernt von unserer Unterkunft. Es ging dort schon einmal etwas nervenaufreibend los, als ich beim Verlassen des Parkhauses das Ticket nicht mehr finden konnte. Jeder von uns war sich sicher, dass es der andere haben müsste. Aber es half ja nichts, also sind wir erst einmal losgewandert, um das Ticket könne man sich später noch kümmern. Um zu den Wasserfällen zu kommen, mussten wir erst durch die Stadt laufen, nicht weit, aber es reichte aus, um einen Eindruck zu bekommen. Überall Schnickschnackläden, hier Kuckucksuhren, dort Schnitzkunst, da Trachten und überhaupt alles, was das Touristenherz begehrt. Triberg hat irgendwas mit Kuckucksuhren zu tun. Die weltgrößte begehbare Kuckucksuhr ist hier, aber auch die weltkleinste. Wir haben nur dieses Teil gesehen, auch wenn das mit einer eigentlichen Kuckucksuhr nichts mehr zu tun hat:

Einen weiteren Superlativ stellen die Wasserfälle dar. Deutschland höchste Wasserfälle ziehen natürlich Massen an Touristen an. Auf gesundheitliche Sicherheitsmaßnahmen wird hier viel Wert gelegt, weshalb im gesamten Bereich der Wasserfälle Maskenpflicht besteht. Etwas anstrengend, wenn man in mitten dieser Menschenmengen die steilen Pfade besteigen will und die Deppen einfach ständig an den beklopptesten Stellen stehen bleiben, um Selfies zu machen. Deutlich gereizt konnte ich mich an den unteren Ebenen der Kaskaden gar nicht richtig erfreuen. Besser wurde es, als scheinbar aus dem Nichts unser Parkticket angeflattert kam – fragt mich nicht, woher. Es war einfach da, neben uns auf dem Boden. Umso höher wir kamen desto weniger Menschen versperrten uns den Weg. Ganz oben angekommen teilte sich der Weg, links der Naturpfad, rechts der Touristenweg. Dreimal dürft ihr raten, welches unsere Wahl war. Zudem wurden mir da jede Menge Eichhörnchen versprochen. Gab es leider nicht, aber dafür minimierte sich die Anzahl der Besucher auf eine überschaubare Zahl, so dass wir entspannt, ohne Masken und den Berg wieder hinabsteigend den Rest der Strecke bewältigen konnten.

Wieder zurück in der Stadt konnten wir dann auch das Auto aus dem Parkhaus befreien und somit zurück nach Hausach fahren. Dort saßen wir noch ein Stündchen in einem Restaurant und aßen zu Mittag. Karo hielt sich auch an die Abmachung, Maultaschen zu bestellen, bei mir steht es noch auf der ToDo Liste. Aber ich hatte einfach mehr Lust auf Schnitzel… Doch ganz ehrlich, durch das Essengehen gestern und heute habe ich erst einmal wieder genug Fleisch gegessen, das reicht eine ganze Weile. Aber lecker war es!

Nach dem Essen sollst du ruh’n oder 5000 Schritte tun. Zweiteres war unsere Devise und so marschierten wir noch den Berg hinauf zur Husen Burg, von wo aus wir einen ganz wundervollen Blick auf Tal und Stadt hatten.

Und nun sitzt Karo in ihrem Zimmer und macht Karo-Zeugs, ich habe mir noch ein bisschen die Beine vertreten, bin einmal eine Runde um unsere Unterkunft spaziert, war dann aber genau rechtzeitig wieder zurück, bevor der Regen anfing, hatte kurz vorher aber noch einen zauberhaften Blick auf das Tal. Das linke Haus der beiden rechts unten ist unsere Unterkunft:



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