Sei koa Depp, fahr nit fett

Als ich heute morgen bei einem wunderbaren Frühstück im Gasthof einen Anruf erhielt, war das der Grundstein für etwas, was ich mir ganz anders vorgestellt hatte. Ich erfuhr nämlich endlich die Rahmenbedingungen für meinen nun begonnen Yoga Retreat. Zum einen, dass ich zu 50% als Assistentin arbeiten darf, aber dafür auch nur 50% der Gebühr zahlen muss. Zum anderen, dass es unmöglich ist, mit dem Auto zum Gschösswandhaus zu kommen. 60cm Neuschnee, wie ich kurz danach an der Seilbahn erfuhr. Denn die musste ich nun nehmen, um mein Ziel zu erreichen. Doch zunächst kam ich nicht umhin, mir noch völlig neue Klamotten zu kaufen: Regenjacke, dicke Fliesjacke, Mütze, Halstuch und unfassbar warmen Schal. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie dankbar ich war, in letzter Sekunde noch meine Wanderschuhe eingepackt zu haben, denn hier in Mayrhofen neue zu kaufen, würde mein Urlaubskonto deutlich sprengen. Und wäre doof, weil ich zu Hause bereits zwei Paar habe, die ich kaum bis nie anziehe. Aber zurück im Text: Auf dem Weg zur Seilbahn kam ich an einem Schild am Straßenrand vorbei, auf dem stand: Sei koa Depp, fahr ni fett. Und das hat sich nun als Ohrwurm in meinen Schädel gebrannt. Die Fahrt mit der Seilbahn war unspektakulär, weil ich mitten in den Wolken war, mehr als Weiß gab es nicht zu sehen. Oben angekommen, sah ich auch fast nur Weiß, aber das war einfach nur schön.

Das Letzte ist übrigens der Blick aus meinem Fenster. Ich habe hier ein tolles Zimmer nur für mich. Bad ist zwar auf dem Flur, aber das ist schon okay. Kurz nach meiner Ankunft half ich Denise dabei, den Yoga Raum vorzubereiten. Danach wurde ich den Assistenten vorgestellt, die ich beim Zubereiten des Mittagessens unterstützen könnte. Gabriel als Koch und Yogalehrer hat hier den Hut auf und Elias ist quasi sein Handlanger. Bis auf die beiden ist unsere Gruppe übrigens komplett deutsch (bzw. österreichisch in Form von Chris). Im Laufe des Nachmittags trudelten alle ein, was aber dieses Mal nur eine kleine Gruppe von zehn Personen bedeutet. Auch beim CheckIn der Leute konnte ich behilflich sein. Um 17 Uhr gab Denise die erste Yoga Stunde. Danach Abendessen und zum Abschluss eine sehr ausführliche Vorstellungsrunde. Und ich fühle mich schon wieder so, als wäre ich schon länger hier als ein paar Stunden.



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