Gedanken

Hier ein paar Dinge, die mir in letzter Zeit so durch den Kopf gingen.

Verkehr: Wer in Berlin das Autofahren gelernt hat, ist überhaupt nicht auf das Fahren auf Teneriffa vorbereitet.

1. Die Steigungen: Egal wie routiniert ich inzwischen mit dem Auto bin, hier schaffe ich es noch regelmäßig, den Motor abzuwürgen. Es gibt hier etliche Höhenmeter zurückzulegen und allein die tägliche An- und Abfahrt zu unserer Unterkunft ist echt nicht ohne. Mit 10% muss man teilweise schon rechnen.

2. Geschwindigkeiten: Im Gegensatz zu Berlin/Deutschland wird hier sehr wenig gerast. Klar, es gibt hier und da mal einen Raser, aber das sind eher die Ausnahmen. Die höchsten Geschwindigkeiten gibt es auf der Autobahn, mit 120 km/h. Das sind aber immer nur ein paar Kilometer. Im Grunde ist die ganze Insel umgeben von einer Autobahn/Schnellstraße, wo die Geschwindigkeit zwischen 80 und 120km/h schwankt, an Baustellen natürlich weniger. Sehr viele fahren aber eh weniger, als erlaubt ist. Speziell bei 120km/h fahren viele deutlich langsamer.

3. Menschen in Autos: Ist man es vor allem in Berlin gewohnt, ständig bedrängt und angehupt zu werden, sind die Menschen hier überwiegend entspannt. Auch da, Drängler gibt es, aber eher selten. Man hält hier in der Regel Abstand und gehupt wird eher in uneinsehbaren Kurven, um zu signalisieren, dass da jemand kommt.

4. Parken: Die Parkplätze hier sind in der Regel kostenfrei. Auf der Straße, soweit ich es bisher gesehen habe, eigentlich sogar immer. Manchmal muss man nur ein bisschen bisschen, um einen Parkplatz zu finden. Die Parkhäuser von Einkaufszentren etc. sind oft frei befahrbar oder das Parkticket kann an der Kasse entwertet werden. Das einzige Mal, dass wir hier was bezahlen mussten, war beim Zoo, wo das Tagesparkticket 7 Euro kostet.

5. Tanken: Hier wird durch das Personal getankt. Man muss nur sagen, was und wie viel. Außerdem ist es ziemlich günstig. Der Liter 95 kostet z. B. rund 1,25€.

Sprache: Soweit ich es überblicken kann, sprechen die Leute hier drei Sprachen.

1. Spanisch: na klar, sprechen alle hier. Man spricht hier einen kanarischen Dialekt, der Gemeinsamkeiten mit dem Andalusischen Spanisch hat. Ohne wirklich Ahnung zu haben, kann ich zumindest feststellen, dass man hier oft das „s“ am Ende von Worten weglässt. Wie schon erwähnt, sagt man hier eher „Gracia“ und „Adio“ und „Buen dia“. Die Ureinwohner Teneriffas werden Guanche genannt.

2. Englisch: Obwohl die Insel (zumindest im Süden) recht touristisch ist, gibt es hier viele Menschen, die kein Englisch sprechen. Vor allem in kleinen Supermärkten oder Cafés/Bistros muss man sich Spanisch bzw mit Händen und Füßen unterhalten. In der Regel werden aber Speisekarten immerhin auf Englisch angeboten, selbst wenn es die Kellner:innen nicht sprechen.

3. Deutsch: Tatsächlich trifft man hier ziemlich viele deutsche Touristen. Ich würde sogar behaupten, mehr deutsche Touristen zu hören als alle anderen (von spanischen natürlich mal abgesehen, da kann ich es natürlich überhaupt nicht beurteilen). Da überrascht es auch nicht, dass Speisekarten gern auch mal auf Deutsch angeboten werden. Es ist auch mehr als nur eine Ausnahme, dass die Kellner:innen auch Deutsch sprechen und öffentliche Schilder in allen drei Sprachen zu sehen sind.

Geräusche: Zumindest zwei mysteriöse Geräusche verfolgen uns hier.

1. Auf dem Dach: Wenn ich abends im Bett liege, höre ich auf dem Dach (vermutlich auf der Dachterrasse) kleine Schritte und ein Knabbern am Holz. Meine Vermutung ist, dass es sich um eine Maus oder Ratte handelt, zumindest ein Nagetier.

2. Schüsse: Erst dachte ich, es sei einzelnes Feuerwerk, denn es knallt immer mal wieder. Aber man hört es auch tagsüber. Irgendwie habe ich jedes Mal den Eindruck, dass hinterher weniger Hundegebell zu hören ist. Ob hier Hunde erschossen werden? Man weiß es nicht.

Klima: Ich weiß nicht, ob ich das schon erwähnt hatte, aber hier hat jede Stadt ihr eigenes Wetter, Mikroklima. Es kann in der einen Stadt die Welt untergehen und in der nächsten die Sonne scheinen. Heute bin ich sogar echt drauf reingefallen, weil ich in mehreren Städten das Wetter gecheckt habe, bevor ich losgefahren bin, aber in La Laguna natürlich nicht und da regnete es in Strömen.



Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *