Wie erwartet war Karo heute noch nicht fit genug, um sich in die weite Welt zu begeben. Daher machte ich mich heute allein auf den Weg. Aber nicht bevor dieser Vierbeiner nicht eine ordentliche Massage bekommen hatte.




Allein unterwegs zu sein hat ja durchaus seine Vorteile. Vor allem kann ich dann so langsam sein, wie ich will. Denn sein wir mal ganz ehrlich: Ich bin ein langsamer Mensch und genieße es in vollen Zügen, Dinge in meinem Tempo tun zu können. Im Urlaub erst recht. So war Teil eins des Tages einfach nur wunderbar: einkaufen und in aller Ruhe schauen, worauf ich Lust habe. Eventuell noch mal zurückgehen und doch was holen, was ich erst nicht wollte. Oder fünf Minuten vor dem Müsli stehen und genüsslich jede Packung anschauen, bevor ich mich entscheide. Herrlich! Rund 50 Prozent der Produkte stammen übrigens aus Deutschland. Oder zumindest von deutschen Herstellern. Ich erinnere mich an Urlaube in anderen Ländern, wo ich bei jedem zweiten Produkt erst einmal nachschauen musste, was es überhaupt ist. Hier kann ich es direkt lesen. Bitte versteht mich nicht falsch, ich bestehe da gar nicht drauf, dass die Leute deutsch sprechen oder ich hier mit meiner Muttersprache zurecht komme. Und fremde Sprache erhöht ja den Eskapismus Effekt noch mehr, was ich eigentlich auch sehr genieße. Aber irgendwie ist es ja doch ganz praktisch so. Mein Slowenisch hält sich sehr in Grenzen und außer Guten Tag und Bitte kann ich leider nichts weiter, weil ich die Worte, selbst wenn ich sie lese, nicht auszusprechen vermag. Aber das werde ich im Laufe der Tage noch üben.
Nachdem ich den Einkauf zu Hause abgeladen, Karo einen Tee gemacht und die Katze gestreichelt hatte, fuhr ich zum ersten größeren Ausflug Richtung Westen los. Genau genommen zum See Bohinjsko jezero, der Teil des Triglav Nationalparks ist. Was ich soeben erst las: Der See bzw das Tal war vor rund 23 Mio Jahren mal eine Meeresbucht, die im Laufe der Eiszeiten durch Moränen zugeschüttet wurde. Nun ist es ein ganz wunderbarer Badesee, der auch gut besucht ist. Aber gar nicht mal so überlaufen, wie ich es zunächst fürchtete. Zumindest habe ich ein Plätzchen für mich und mein Handtuch gefunden und konnte erst eine genüssliche Runde schwimmen und dann noch 1,5 Stunden in der Sonne trocken. Das war wirklich super entspannend und schön. Überall Berge um mich herum, strahlende Sonne bei rund 31 Grad und verhältnismäßig ruhig. Ja, man könnte so einen Tag wahrlich schlimmer verbringen.












Und jetzt liege ich hier, die Katze unter mir, die Pferde vor mir, die Glocken läuten, irgendwo hier streift auch der Hund umher, der Wind rauscht, das Leben ist manchmal einfach echt schön.

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