Auf der Sonnenseite des Lebens

Die Anreise verlief komplett unkompliziert. Wir waren pünktlich nach Plan am Flughafen, der Bag Drop verlief total ohne Probleme, da ich ausnahmsweise mal Prio mit Zusatzhandgepäck gebucht habe, durfte ich sogar früher ins Flugzeug. Der Flug hatte zwar ein paar leichte Turbulenzen, war aber sonst sehr entspannt. Um uns herum Kinder und laute slawisch sprechende Menschen, aber ich war so entspannt und in mein Spiel vertieft, dass es mich gar nicht gestört hat. Ich habe die komplette Zeit gezockt. Wobei das so ganz nicht stimmt. Als wir über Portugal oder Spanien flogen, schaute ich aus dem Fenster und war total verzaubert von der Topografie der Länder. Ich hatte genau vor Augen, wie da vor Jahrtausenden die Erdplatten zusammengeschoben haben und so Gebirge und dazwischen Flüsse entstanden sind. Ich war total fasziniert und musste feststellen, dass es mich auch total an die Karte in Zelda erinnert hat. Da sieht es ähnlich aus. Aber irgendwo müssen die ihre Inspiration ja erhaben. Auf den Fotos kann man ganz gut sehen, wie wir aus dem kalten und grauen Mitteleuropa in den Atlantik geflogen sind.

Am in Teneriffa angekommen war das Gepäck sofort da, wir mussten keine zwei Minuten warten, und das Auto dürfen wir beide fahren, ohne Zusatzkosten. Ich habe die erste Fahrt gemacht, was anfangs superschön war aber dann im Gebirge bei Dunkelheit endete, teilweise durch sehr schmale Straßen. Obwohl wir mit einem VW T-Cross unterwegs sind, was ja schon ein SUV ist und Gelände-tauglich sein sollte, war ich ein bisschen von der Motorleistung enttäuscht. Mir ist dann auch mehrfach der Motor abgesoffen, weil die Straßen hier so unfassbar steil sind. Aber zum Glück habe ich es immer wieder geschafft, auch am steilsten Berg anzufahren, wenn auch teilweise mit Nutzung der Handbremse. Solange wir noch auf der Autobahn waren, war es überhaupt kein Problem und der erste Teil der Fahrt wurde begleitet von einem traumhaft schönen Sonnenuntergang, den ich leider nicht für euch festhalten konnte, weil ich ja fuhr.

Abends gingen wir essen, im Restaurante Los Faroles. Die Kellnerin sprach etwa genau so viel Englisch wie wir Spanisch – oder noch weniger – aber irgendwie schafften wir es, uns zu verständigen. Für mich gab es Squid, also Tintenfisch. Im Ganzen. Das habe ich so auch noch nicht erlebt. War aber lecker.



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