Piraten

Nach einer entspannten und entspannenden Nacht folgte ein grandioses Frühstück. Mit Obst und Pancakes und Spiegelei und Rührei und Salat und und und. Zwei Mitreisende hatte es schon ausgeknocked, vermutlich wegen Hitzschlag am Vortag, was mich mein Basecap und Wasserkonsum sehr hat schätzen lassen. Auch unabhängig davon teilte sich die Gruppe heute auf, die einen fuhren zum Siteseeing, die anderen genossen ein bisschen Strandruhe. So auch ich. Wie albanische Stände eben so aussehen, fanden wir auch den Lavadhi Beach vor: Steine Steine Steine und Unmengen Liegen mit Sonnenschirmen, die sich für 10 Euro pro zwei Liegen mieten lassen. Dafür wären aber gar nicht so viele Menschen da. Also schon sehr viele, aber es waren nur etwa die Hälfte der Liegen belegt. Vermutlich ganz sinnvoll, an einem Freitag ans Meer zu gehen, und nicht am Wochenende. Ich nutzte die Gelegenheit zum Schwimmen und auch Schnorcheln. Richtig viel gibt es allerdings nicht zu sehen, ein paar Fische und Seeigel. Und noch mehr Steine. Für mich nicht schlimm, ich genoss den Ausflug, ein bisschen Wasser, Bewegung, Tiere und tiefe Gespräche. Hatte ich im Vorfeld noch Sorgen gehabt, mit dem großen Altersunterschied nicht in die Gruppe zu passen, so hatte sich das spätestens seit der Autofahrt gestern in Luft aufgelöst. Heute durch Gespräche mit anderen Mitreisenden noch mal mehr bestätigt. Für einige Themen ist das Alter egal, für andere, wie Musikfernsehen, sind wir immer noch nah genug aneinander, ansonsten lässt sich ja auch gut über das Hier und Jetzt reden. Die Leute sind definitiv reifer als ich es in dem Alter war, aber das soll nichts heißen. Bin eh Spätzünderin.

Zurück in Hotel hatten wir noch eine Stunde Verschnaufpause, bis es 17 Uhr wieder losging. Auf zu den Piraten, hieß es. So kam es, dass ich die ersten Erfahrungen mit einer Speedboat sammeln durfte. Und was soll ich sagen, Überraschung, es ist nicht mein Ding. Überhaupt nicht. Gar nicht mal das schnelle Bootsfahren, da bin ich recht resistent. Eher diese Sorte Partytourismus ist es, mit der ich so gar nichts anfangen kann. Natürlich wird überlaut furchtbare Musik gespielt, so dass der ganze Hafen beschallt wird. Und natürlich fährt der Kapitän mit voller Geschwindigkeit auf die Felswand zu, um den Leuten einen Schrecken zu bereiten. Ganze 15 Minuten ging die Tour, die uns als 2-stündige Küstenrundtour angedacht war, und endete an einem kleinen Steinstrand, der Piratenbucht, die nur auf dem Wasserweg zu erreichen ist. Die Stimmung der Gruppe war eher nicht so riesig. Aber wir haben das Beste draus gemacht. Die Rückfahrt sah dann wieder ähnlich aus.

Den kulinarischen Abschluss des Tages fanden wir wieder an der Strandpromenade bei einem sehr leckeren Italiener.



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