Cats of Cydonia

Das war mal ein wundervoller Abend! Zum späten Nachmittag fuhren wir heute nach Chania, wo uns Sebastiana (?), die laut Rüdiger weltbeste Stadtführerin ist, die Altstadt zeigte. Besonderer Augenmerk lag dabei auf den jüdischen, orthodoxen, osmanischen und venezianischen Einflüssen. Zur Stadt will ich gar nicht viel erzählen, außer dass sie auf den Überresten der antiken Stadt Kydonia gegründet wurde und an einigen Stellen noch Überreste zu sehen sind. Da der Ausflug der erste in einer richtigen Stadt war, nutzte ich die Gelegenheit, zog los und schaute nach einem Ersatz für mein mausetotes Handy. Matthias hatte mir mit seinem Handy einen möglichen Handyladen rausgesucht, den es aber nicht gab. Ein weiterer Handyladen hatte zu und ich saß schon zwischenzeitlich weinend auf den Stufen eines Fischhändlers und war fix und fertig mit der Welt. Als ich gerade aufgeben wollte, tat sich vor mir dann aber doch ein Elektrofachgeschäft auf. Und im Eingangsbereich gab es eine Korb mit 2nd Hand Geräten. Da zögerte ich nicht lang, schnappte mir das billigste (ja, alles andere als fair und nachhaltig, aber ich war verzweifelt), suchte mir einen Verkäufer und der fand das Handy nicht im System. Stattdessen suchte er ein ähnliches raus, was noch mal preiswerter war. Was für ein Glück! Erst danach konnte ich die Stadt so richtig auf mich wirken lassen und daher fiel mir auch erst danach auf, wie viele Katzen in der Stadt leben. Also Straßenkatzen. Ach, hätte ich mehr der im Koffer, hätte ich mindestens eine eingesteckt. Ich habe mindestens 50 bis 60 Katzen gesehen, die meistens ziemlich jung, alle eher mager.

Zu 21 Uhr trafen wir als Gruppe mit Gästen im Restaurant Antigone wieder zusammen. Dabei waren unter anderem auch Katerina, die viele spannende Geschichten über die Griechen im Allgemeinen und die Kreter im Speziellen zu erzählen hatte. Das meiste habe ich schon wieder vergessen, aber es war ein total schöner geselliger Abend, an dem ich mich überwiegend mit Vikar David, den Freiwilligen Elena und Annika sowie mit Katrin unterhielt. Zu Beginn fragte mich David nicht ganz unpassende, ob ich eine Idee hätte, wie das hier organisiert sei. Ob man sich was bestellt, der ob es ein vereinbartes Menü gebe. Tatsächlich wusste ich es auch nicht und wir waren uns auch den halben Abend nicht. Aber es wurde einfach immer mehr Essen auf den Tisch gestellt. Gefüllte Weinblätter, panierte Zucchini, Pommes, panierte Krabben, panierter Oktopus, panierte Garnelen, Salat mit Tomaten, Gurke und Feta, Wassermelone, eingelegte Schale von Wassermelone und immer mehr. Ab einem bestimmten Zeitpunkt war der Anblick des Kellner schon fast ein Graus, weil er wieder mit etwas Neuem ankam. Es war alles wirklich super lecker, aber auch super viel. Dazu noch Brot und Tzatziki…. Dazu wurde Weißwein gereicht (auch wenn der Teil unserer Gruppe am Nebentisch eher das lokale Bier bevorzugte, was ich nicht verstehe, denn der Weißwein ist im Gegensatz zum Roteein hier echt fantastisch.). Als Digestive gab es noch Raki



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