Trendsetter

Wir wissen, was toll ist, bevor andere es wissen. Glaubt ihr nicht? Ist aber so, heute war der beste Beweis dafür. Den heutigen Vormittag haben wir bei Pablo Ruiz Picasso verbracht bzw. bei seinen Werken. Die Kassen waren leer und wir sofort dran. Als wir das Museum verließen, fanden wir eine bestimmt 150 Meter lange Schlange am Eingang, drin waren bestimmt nochmal weitere 50 Meter aneinandergereiht auf Einlass wartend. Nachmittags besichtigten wir die Kathedrale La Seu, leere Kassen. 15 Minuten später kamen wir kaum aus dem Gebäude wieder heraus, da uns die Massen die Türen versperrten. Die Schokoladen Box, die wir im Anschluss aufsuchten, hatte noch zur Hälfte leere Tische. Kaum saßen wir, kam ein großer Ansturm und bestellte Frappés und Eis. Das ist die Devise, immer allen ein Stück voraus sein und nie wieder warten müssen! 🙂

Das Picasso Museum war wirklich sehr interessant. Viel kannte ich von ihm ja nun nicht gerade und umso mehr konnte ich lernen und sein Schaffen IMG_5967mit ganz anderen Augen sehen. Und wenn mal wieder eine Diskussion entfacht, kann ich ganz eindeutig sagen: Die frühen Werke des Künstlers sprechen mich mehr an. Das klingt doch gut, oder? Die Räume boten genau die Menge an Informationen, die jemand wie ich verarbeiten kann, und für alle Mehrinteressierten gab es einen Audioguide. Oder einen Hörführer? Mir fällt momentan kein deutsches Wort dafür ein. Da man da drinnen keine Bilder machen durfte (ja, denn wir sind hier ja nicht in London), kann ich euch leider keine Beispielfotos zeigen, aber sowas findet man ja auch bei Wikipedia. Hier nur ein Bild eines Wasserspeiers im Innenhof des Museums. Ich nenne es „Ich glaub, mein Schwein pfeift.“.

Nachdem wir uns gestern den Stadtteil Gracia angeeignet hatten, stand für den heutigen Nachmittag La Ribera und Barri Gotic auf dem Programm. IMG_5993Genau genommen jede Menge Gässchen und kleine Läden, römische Überreste, unendlich viele französische und deutsche Touristen, spannende Tiere und vieles mehr. Zuerst marschierten wir zur Esglesia Santa Maria del Mar, bekamen aher nicht all zu viel zu sehen, da wir fünf Minuten vor Siesta erst eintraten und schon bald mit Schlüsseln geschüttelt wurde, um systematisch die Besucher aus der Kirche zu treiben. Weiter führte unser unser Lonely Planet (Reiseführer) zum Parc della Cuitadella, dem zur Grünfläche umgestalteten Grundstück der ehemaligen Cuitadella, dem verhassten Symbol für alles, was die Katalanen an Madrid und den Bourbonenkönigen verabscheuten, die allerdings schon vor über 140 Jahren abgerissen wurde. Im Park befindet sich natürlich auch ein Werk Gaudis, ein Wasserfall, Cascada. Eher unerwartet stößt man im Zentrum der Anlage auf ein lebensgroßes Mammut, das erstaunlicherweise die meisten Touristen in den Bann zieht, nicht etwa das viele Grün, der Wasserfall, die Gänse oder Papageien (in ganz echt und in freier Wildbahn).

Da ich schon schrecklich müde bin, springe ich gleich zum Ende des Tages. Heute genossen wir nämlich Tapas und Mojitos in einer Bar direkt bei uns um die Ecke. Hat sehr gut geschmeckt, wir haben uns ausgezeichnet unterhalten, die Stimmung war – wie eh die ganze Zeit hier – ausgesprochen angenehm und entspannt. Untermalt wurde dies von der tollen Klavierbegleitung, mit bekannter und unbekannter Musik aus dem Pop-, Rock- und Klassikbereich. Wirklich wundervoll locker und leicht gespielt auf einem leicht verstimmten Klavier, zumindest behauptet das Karo, ich konnte nichts feststellen.

Hier noch ein paar Impressionen des Tages…  IMG_6010

Springbrunnen im Innenhof der Kathedrale

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Römische Überreste, die zufällig beim geplanten Bau einer Markthalle entdeckt wurde, die nun jedoch ein Kulturzentrum geworden ist

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Blick in eine andere Welt

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Keine Ahnung, was das zu bedeuten hatte – da sind einfach Leute bemalt und mit verbundenen Augen über einen Platz gelaufen

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Ein drohendes Unwetter, doch es sah schlimmer aus, als es war – wir haben nichts abbekommen

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Das (Spiegel)Bild im Bild

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Absperr-Chamäleons im Parc della Cuitadella



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