Ich war grad so kurz davor, den heutigen Tag einfach mal rückwärts zu erzählen. Doch gebe ich mich geschlagen, denn die Müdigkeit lässt derlei Spielereien nicht mehr zu. So ein Spielverderber! Also daher einfach wie immer ganz chronologisch vom Aufwachen bis zum Schlafengehen…
Da ich gestern schon so früh im Bett war, begann der Tag heute ebenfalls mit halb 8 schon für Urlaubsverhältnisse für mich recht früh. Leider fehlte mir trotzdem die richtige Erholung, denn mit Mitte 30 reicht guter Schlaf einfach nicht mehr aus, um die Energiereserven aufzufüllen. Durch die letzten Tage also etwas ermattet begann der Morgen also recht uneuphorisch, aber nichtsdestotrotz gespannt auf das, was da kommen möge. Denn heute stand aufgrund der erneut recht hohen Temperaturen ein eher entspannter Tag mit trotzdem viel zu sehen auf dem Programm. Nach dem Frühstück fuhren wir über Freiburg zur Seilbahn des Schauinsland, von dem man bei gutem Wetter bis in die Schweiz schauen kann. Spoiler: Heute war kein Wetter zum Weitgucken. Mit der Bahn fuhren wir also hinauf, vermutlich mit 20 Minuten die längste Seilbahnfahrt meines Lebens. Dieser Schwarzwald ist schon durchaus ganz chic, die Fahrt lohnt sich.


Oben angekommen verweilten wir nur kurz an, denn wir hatten schon ein erstes Ziel vor Augen: das Museumsbergwerk. Dort werden täglich Führungen durch ein Erzbergwerk gemacht, was bei 38 Grad eine sehr sehr willkommene Abwechslung bietet. Denn in den Gängen sind es angenehme 12 Grad. Der Guide liebt offenbar seinen Beruf. Ein älterer Herr zeigte uns nicht nur stupide die Gänge, sondern erklärte sehr liebevoll den Bergbau über die letzten Jahrhunderte, ging dabei auch immer wieder auf die anwesenden Kinder ein, übersetzte für die asiatische Familie hier und da ein paar Brocken auf englisch und schien überhaupt mit Leib und Seele bei der Sache zu sein. Nicht so lustig fanden die Kinder den (unangekündigten!) Einsatz des Presslufthammers, waren am Ende aber trotzdem total glücklich, nachdem sie selbst mal Hand anlegen und Steine transportieren durften. Das war schon echt niedlich.



Anschließend liefen wir zum Gipfel des Berges und bestiegen dort den Aussichtsturm. Durchaus ein lohnenswerter Ausblick, doch waren da oben so viele Menschen, dass ich mich recht schnell wieder hinab begab. Inzwischen regnete es auch ganz leicht, doch bei diesen Temperaturen eine wahre Wohltat.



Nun waren wir beide aber ganz schön ausgehungert. Das Frühstück lag schon lange zurück und zum Ersteigen des Gipfels hatte es auch einiges an Energie gekostet. Also setzten wir uns zum Restaurant an der Seilbahn und aßen – ganz wie es auch hier gehört – Flammkuchen. Ja, die Damen und Herren verstehen hier etwas von diesem Essen.
Danach fuhren wir mit der Seilbahn zurück und dann mit dem Auto nach Freiburg. Es hieß, die Stadt sei einen Besuch wert und den Münster müsse man sowieso mal gesehen haben. Dem kamen wir dann natürlich nach. Die Stadt gefällt mir tatsächlich, vor allem die Altstadt. Sie hat wirklich Charme und der wenige Autoverkehr ist ein Träumchen! Am Münster aßen wir noch einen Eisbecher, spazierten dann noch eine Weile durch die Straßen und Gassen, und dann war es auch schon wieder 17:30 Uhr, also Zeit um nach Hause zu fahren.




Wieder in unserer Unterkunft angekommen gab es Abendbrot, dann wurden Bilder sortiert und endlich konnte ich Karo mal überzeugen, mit mir Offizierskat zu spielen, was wir dann etwa eine Stunde taten. Und nun liege ich im Bett und bin so hundemüde…

Schreibe einen Kommentar