Wie bereits angekündigt, ging es heute früh los, sehr früh, also wirklich verdammt früh. Um 6 Uhr holte uns ein Busfahrer vom Treffpunkt einen halben Kilometer vom Hotel entfernt ab und wir fuhren zum vier Stunden entfernten Komansee. Vier Stunden, weil Verkehr und weil wir von der Polizei angehalten wurden. Der Fahrer musste einen Alkoholtest machen. Tjoah, ne. Aber offenbar bestand er den, den wir durften weiterfahren. Die letzten halbe Stunde wurde schon sehr zur Herausforderung, denn er fuhr mit einer nicht unerheblichen Geschwindigkeit über die unbefestigten Straßen durch die Berge, viele Schlaglöcher, viele Überholmanöver. Und schlechte Musik, aber dafür kann er nichts, das ist die Playlist der Gruppe gewesen. Zum Glück gibt’s ja Noice Cancelling Kopfhörer. Sorgen habe ich mir zu keinem Zeitpunkt gemacht. Tatsächlich bin ich seit der Ankunft am Flughafen Tirana nichts als tiefenentspannt. Auch mal ein schönes Lebensgefühl.

Das änderte auch nicht die anstehenden Bootstour, die durch Industrial Techno Beats begleitet wurde. Oder den eher kurzen Aufenthalt am Ziel, ein Steinstrand am Ende des Fjordes. Insgesamt acht Stunden Autofahrt, fünf Stunden Bootstour und zweieinhalb Stunden am Strand. Das Wasser dort ist eisig kalt, ähnlich wie der Stillup Stausee im Zillertal. Und etwa genau so schön. Also ganz unsarkastisch, das kristallklare Wasser umgeben von diesen grünen Bergen, ein Traum!






Auf dem Rückweg saß ich glücklicherweise auf der Fjord Seite und konnte noch mal alles von oben genießen.






Da sich einer der Mitreisenden beim Aussteigen vom Boot den Knöchel heftig verletzte (man musste unter dem Geländer durch aufs Nachbarboot klettern und von da aus ans Ufer und er knickte dabei um), hielten wir kurz vor Ankunft am Hotel noch im German Hospital, wo Lisa, unsere Koordinatorin (die übrigens wirklich super ist und einen tollen Job macht) nun noch mit ihm in der Notaufnahme warten muss, während ich dankbarerweise frisch geduscht ins Bett kippen kann. Schön wars. Aber auch anstrengend. Und es lässt sich diskutieren, ob das Ziel (2,5 Stunden am Strand) die Reise wert war. Und das bei den albanischen eher so semi-guten Sicherheitsmaßnahmen. Doch ich bin noch heil, wieder zu einer vertrauteren Zeit im Bett und hatte große Freude beim Anblick des Fjordes.

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