So, jetzt bin ich endlich in der Unterkunft gelandet. Was für ein Chaos! Ich habe zwischendurch schon gefürchtet, ich säße am Flughafen fest, bis ich Montag wieder abreise!
Aber eins nach dem anderen. Zum ersten Mal flog ich mit Aegean Airlines, was eine interessante Erfahrung war. Das Herausforderndste war definitiv der Platz nach vorn. Bzw der fehlende Platz nach vorn. Wie kommen Menschen mit langen Beinen hier nur klar? Also klar, das ist ja immer das Problem, bei den Billig-Airlines kenne ich es ja auch nicht anders. Aber der Typ vor mir richtete seinen Sitz so weit nach hinten, dass ich mich lange Zeit so gut wie gar nicht bewegen konnte. Hätte ich nicht (zum ersten Mal ever) am Gang gesessen, wäre ich wohl sehr klaustrophobisch geworden. Und unruhig war der Flug. Fast so sehr wie die Turbulenzen damals bei der ersten Reise nach Israel. Nun habe ich aber genug gemeckert. Die Sitze sind hier ein My breiter als bei Ryanair oder easyJet. Außerdem kann man während des Fluges auf das Intranet zugreifen und Filme gucken, so dass ich mit Wonka die Zeit sehr gut totschlagen konnte. Überhaupt ist das sehr modern: Es gibt eine spezielle Handy- und Tablethalterung mit USB, sodass man sein:ihr Handy einfach aufladen kann. Und nach der Hälfte der Zeit gab es sogar eine Mahlzeit, was für mich Billigfliegerin ein echtes Highlight ist jedes Mal. An den Meat Pie habe ich mich nicht rangetraut und mich daher für den vegetable cake entschieden. Hätte ich gewusst, dass das einfach nur Kuchen mit Paprika ist, hätte ich wohl doch den Meat Pie versucht. Aber trotzdem cool. Dazu noch Schoko-Hafer-Bananen-Kekse und ein Becher Wasser. Ich hätte auch Saft oder so haben können, aber ich wollte meinen Magen nicht unnötig strapazieren. Über sowas freue ich mich dann echt jedes Mal. Solche Kleinigkeiten machen den Unterschied.


Am Flughafen angekommen, musste ich mich erst einmal rumfragen, wie ich nun zum Autoverleih komme. Blöderweise war mein Verleih nicht am Flughafen, sondern nur per Shuttle zu erreichen. Daher rief ich dort an, um mich nach dem Shuttle zu erkundigen und eine viertel Stunde später kam er dann auch. Da war es dann bereits 1 Uhr morgen. Beim Verleih angekommen, blieb mir dann echt die Spucke weg. Da musste ich mich ein halbes Jahr lang von meinem Väterchen belehren lassen über die Unterschiede zwischen Kredit und Debit Karten, um immer nur zu erwidern, dass das eigentlich keinen Unterschied macht. Ich nutze meine Karte schon lange und hatte noch nie Probleme damit. Egal, was das Internet da so behauptet. Nun stehe ich da, viertel 2 Uhr morgens, und der Kerl sagt mir, dass er mir das Auto nicht werde geben können, weil sie Debit nicht akzeptieren, nur Kredit. Daher brachte mich der Shuttle Fahrer wieder zum Flughafen und erklärte mir, dass so oft Schindluder betrieben wurde mit den Debit Karten, daher werde sie nicht mehr akzeptiert. Er schien sich rechtfertigen oder entschuldigen zu wollen, aber er sei ja auch nur der Fahrer und ich solle bitte nicht denken, sie seien böse Menschen. Und es sei auch nichts gegen mich persönlich. Am Flughafen empfahl er mir, einfach bei den noch offenen Verleihern mal nachzufragen, ob sie Debit nehmen. Er war wirklich sehr herzlich, das muss man ihm lassen. Bei alamo bzw enterprise fand ich dann eine sehr verständnisvolle Sachbearbeiterin, die sich eher über die Budgetanbietet lustig gemacht hat, weil sie Debit immer ablehnen. Sie hatte zum Glück noch ein Auto da. Das kostet mich zwar jetzt das Doppelte und ich habe das Gefühl, die Kosten für das andere Auto nicht erstattet zu bekommen. Aber wenn es ein 2 Uhr morgens ist und du schon fürchten musstest, dass nicht mal die Taxis Debit Karten akzeptieren, war ich einfach nur dankbar, doch eine Möglichkeit gefunden zu haben. Sooooooo dankbar. Ich lege mich jetzt hin, schlafe bis kurz vor 11, weil ich die Wohnung dann wieder verlassen muss, und dann geht’s zum Zoo und danach dann endlich rein nach Athen. So der Plan.

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