Der letzte Ausflug unseres Urlaubs führte uns heute noch einmal nach Dartmoor, wieder mit dem Bus nach Tavistock, wieder mit dem Rad los. Unsere inzwischen schon etwas geschundenen Körper litten zwar inzwischen schon ein wenig (vor allem unter den ziemlich harten Sätteln), aber unser Ziel ließ sich leider nicht anders erreichen. Die Strecke kam mir heute dann ein bisschen gemeiner vor als gestern… Aber trotzdem noch sehr schön, zumal die Sonne die Gegend, die wir gestern nur im tristen grau zu sehen bekamen, heute in wunderbaren Farben erstrahlen ließ.
Nach etwa einer Stunde waren wir angekommen, endlich genau da, worauf ich mich schon so lange gefreut hatte: bei den Pferden. Glücklicherweise lassen sich hier in Südengland geführte Reittouren relativ spontan buchen (nicht wie bei uns, wo man am besten schon zwei Monate im Voraus reservieren muss), sodass wir noch zwei Plätze in einer angeleiteten Runde bekamen. So tauschten wir also Fahrradsattel gegen Pferdesattel und ritten auf Leo und Jay über Felder, Wiesen, Moore und steinige Wege. Und es war großartig, so großartig!! Karo hat sich als komplette Anfängerin richtig gut gemacht und ich konnte meine wenigen Kenntnisse etwas vertiefen. Ich stelle in den nächsten Tagen noch ein ganz kurzes Video ein. Das Reiten sich hat also wunderbar geklappt, nur beim Absteigen stellte ich mich so dumm an, dass ich mir dabei dermaßen die Hand verletzte, dass ich die nächsten Minuten vor Schmerz mit Schwindel und Übelkeit zu kämpfen hatte. Blöd gelaufen.
Entsprechend schwierig gestaltete sich dadurch auch die Rückfahrt nach Tavistock, da ich mir der linken Hand den Lenker fast gar nicht halten und die Bremse schon überhaupt nicht bedienen konnte. Aber irgendwie haben wir es trotzdem bewältigen können, auch wenn wir mit vielen Verschnauf- und Schiebepausen mehr als doppelt so lang brauchten. Besonders nett war die erste kurze Unterbrechung, als an einer einsamen Straße saßen und mit Blick auf buntes Heidekraut unser Mittag aßen. Denn ganz unerwartet gesellte sich plötzlich ein Schaf zu uns. Einfach so. Vermutlich versperrten wir seine Route, weshalb es immer wieder nervös auf der Stelle trampelte, als könnte es sich nicht entscheiden, ob es warten oder gehen soll. Die zweite größere Pause verbrachten wir an einem kleinen Fluss, so idyllisch, dass man stundenlang aufs Wasser schauen und dabei leicht den Rest der Welt vergessen kann.
Den Rest des Tages verbrachten wie damit, die Wohnung zu putzen und unsere Sachen zu packen, den morgen früh geht es kurz nach sieben wieder zurück nach Hause. Meine Hand nervt immer noch und wird wohl auch noch eine Weile nicht zu gebrauchen sein. Aber das war es wert!

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