Jetzt geht’s nun also los, wir machen Ernst. So ernst, wie man nach einer viel zu kurzen Nacht halt sein kann. Um 3 Uhr klingelte bereite mein Wecker. Und dann… ging alles gut. Wirklich alles! Der Bus fuhr pünktlich los, der Shuttle kam pünktlich an, Sicherheitskontrolle und alles am Flughafen verlief tadellos (außer dass man die Pfeffermühle, die Karo im Rucksack hatte, nicht identifizieren konnte und sie noch einmal kurz zur Kontrolle rausgewunken wurde). Im Flugzeug bekamen wir Schokolade und Wasser (als regelmäßiger EasyJet und Ryanair Kunde weiß man solche Kleinigkeiten sehr zu schätzen). Keine Turbulenzen. Umstieg ganz ohne Probleme. Keine nervigen Sitznachbar:innen. Kaum Wolken, daher einen tollen Blick auf die Alpen (für die unter uns, die nicht schliefen). Alles super!



Auch die Abholung des Autos am Flughafen kam ganz ohne Zwischenfälle aus. Und schaut euch ganz mal an, was für ein fancy Auto wir bekommen haben. Und das Kennzeichen erst, da steht quasi mein Name drauf. Mit Geburtstag. Fährt sich auch super gut. Hier in Slowenien gibt es ja doch so die eine oder andere Serpentinen Straße. Vor drei Jahren in Norwegen habe ich ja schon bewiesen, dass ich das mit Gangschaltung kann. Bin aber froh, hier ein sehr freundliches Automatik Auto mit starkem Motor zu haben. Fetzt!

Da alles so unerwartet unkompliziert verlief, waren wir viel zu früh fertig, knapp drei Stunden, bevor wir bei unserer Unterkunft einchecken konnten. Und bis dahin sind es von Flughafen doch nur 30 Minuten! Kurzentschlossen haben wir eine Umweg über Ljubljana gemacht, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen und eine Bootstour zu machen. Das war schon ganz schön! Auch wenn sich hier vieles irgendwie nach Deutschland anfühlt. Ganz zu schweigen von den vielen Deutschen hier. Nur dass es zusätzlich so einen südeuropäischen Flair hat. Wirklich sehr nett. Und welch Zufall, unser Bootsführer hat vor einer Weile für zwei Jahre in Berlin Moabit gewohnt – und sprach ebenfalls ziemlich gut Deutsch. Wusstet ihr, dass Ljubljana seit einigen Monaten autofrei ist? Zumindest in der Innenstadt sind keine mehr zugelassen. Scheint nur ein Testlauf zu sein, wenn ich das richtig gehört habe, aber die Anwohner:innen sind gar nicht unzufrieden. Wir werden im Laufe dieses Urlaubs gewiss noch einen längeren Ausflug in die Hauptstadt machen, aber man hat schnell auch alles Wichtige gesehen.



Nach einer etwas mühsamen Suche nach einem Restaurant und einem ganz okayen Mittagessen sind wir dann also Richtung Ferienhaus gefahren. Das steht… naja, schwer zu beschreiben… schaut mal, wo die Mitte zwischen Klagenfurt und Ljubljana liegt, und dann ein Stückchen nach Westen, aber nicht so weit, dass ihr in Bled landet. Da so in etwa sind wir jetzt. Ist so eine an sich recht ruhige Ecke, außerdem des Dorfes, auf einem Grundstück, dass aus einem – vermute ich – Mehrgenerationenhaus und zwei Ferienhäusern besteht. Und einer Pferdekoppel auf der einen Seite und eine Kuhkoppel auf der anderen. Na, neidisch?



Jetzt pennt Karo erstmal. Ich liege hier auf der Terrasse und schreibe euch und schaue Spatzen beim Vögeln zu. Und füttere die Pferde. Fun fact: Der Zaun, der um die Koppel gespannt ist, soll per Strom die Tiere vom Weglaufen stoppen, hat aber auch durchaus eine Wirkung auf Menschen. Autsch!

PS: Einen Hund gibt es hier auch, genau genommen einen Bernhardiner. Ich versuche in den nächsten Tagen mal, ihn für euch festzuhalten.

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