Fährentag I

Wenn mittags die Fähre fährt, die 5 h 40 min unterwegs ist, erklärt man den Tag natürlich zum Ruhetag. Nicht dass der dringend nötig gewesen wäre, da wir bisher alles eher gemächlich angegangen sind, aber ist trotzdem mal ganz nett.

Da wir beide uns inzwischen ganz gut an die Schlafsituation gewöhnt haben, standen wir recht frisch gehen halb neun auf. Das ist in diesem Urlaub wirklich etwas Neues, die letzten Jahre musste mich Karo immer schlagen, um mich aus dem Bett zu bekommen. Ich werde halt auch alt. 😀 So konnten wir ganz ohne Stress frühstücken und Sachen packen. Da noch genug Zeit bis zur Abfahrt der Fähre war, liefen wir noch gemütlich durch die Einkaufsstraßen, da ich noch einen dünnen Pullover brauche – kalt wie es schon in Deutschland ist, fiel es mir schwer, mir die südfranzösischen 20°C vorzustellen, was dazu führte, dass ich zu warm packte. Aber auch das Problem ist nun behoben.

Zur Fahrt gibt es nicht viel zu sagen, außer vielleicht dass es meine erste große Fährenfahrt und das Essen eine totale Enttäuschung war: lauwarm und viel zu fettig, gleichzeitig aber so trocken, dass es mir buchstäblich im Hals stecken bleib. Die Zeit vertrieb jeder für sich, mit Literatur und Fernsehen.
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