Ja, heute war es soweit. Es dauerte bis nach 14 Uhr, aber dann! Die Sonne ließ sich wieder blicken. Ganz zaghaft, zunächst immer nur für ein paar Minuten. Doch schafften wir es nach einem faulen Vormittag dann nach dem Mittagessen, und aufzuraffen und unser nächstes Ziel anzusteuern. Um ganz ehrlich zu sein, steuerten wir es nun schon zum dritten Mal an. Beim ersten Mal hatte sich dann aber Karo krank gemeldet, beim zweiten Mal hatten wir die vorherige Unternehmung unterschätzt, doch nun war es endlich Zeit, uns die Burgruine Werdenfels anzuschauen. Der konkrete Plan variierte bis zum Schluss. Es wollten wir hinwandern, dann hinfahren und Karo wandert allein zurück, dann hinfahren und zurückfahren, zuletzt entschied sie sich dann aber doch für die alleinige Wanderung. Mein großer Zeh und meine Hüfte machten heute nur die kurze Wanderung von Auto zur Ruine möglich, was hin und zurück auch immerhin 7500 Schritte waren. Die Ruine stammt aus dem 13. Jahrhundert und liegt etwa 80 Meter über dem Tal.
Die Lage der Burgreste hat den entscheidenden Vorteil, dass man so tun kann, als interessiere man sich für alte Gemäuer, aber stattdessen genießt man einfach nur den Blick ins Tal. Und die gegenüber liegenden Berge. Linker Hand ist „unser“ Dorf Farchant zu sehen. Sogar unsere Unterkunft kann man erkennen. Rechts liegt Garmisch-Partenkirchen. Wenn ihr ein bisschen ins Bild hineinzoomt, könnt ihr die Wasserfälle sehen, die wir uns gestern angeschaut hatten. So etwa ein Drittel des Bildes von links.
Auf dem Rückweg zum Auto bog ich zwar falsch ab und brauchte viel länger als geplant, aber das war mir egal. Nachdem ich bei der Werdenfels Hütte nämlich die Eichhörnchen entdeckt hatte, war ich eh im siebenten Himmel und der Rest hat keine Rolle mehr gespielt. Und Schafe gab es auch.









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