Richtig echter Sport

Ich weiß nicht so recht, was ich vom heutigen Tag erzählen soll, viel gibt es da nicht zu berichten. Aber schön war’s, absolut wunderbar und ein Highlight. Um genau zu sein ein Highland-Highlight. Da die gebuchte Dampferfahrt ja ins Wasser gefallen ist, fuhren wir mit Zug und Fähre zu unserem Tagesziel: Dunoon. Dort finden nämlich einmal im Jahr die größten Highland Games statt. Wem das nichts sagt: Dabei handelt es sich um so eine Art olympische Spiele, nur eben schottische. Die Sportarten sind auch ähnlich, nur anders. Und die Sportler nicht so bierernst wie die Profis. Es ist eher eine Familienveranstaltung als ein Megaevent. Vor allem ist es schottische Tradition, weshalb die Dudelsäcke und Männer in Kilts nicht fehlen dürfen, besonders die Dudelsack spielenden Männer in Kilts. Aber auch Frauen und Kinder. Im Grunde unterteilt sich der Wettbewerb in drei Teile (oder zumindest war es heute so): Die Marching Bands (Dudelsackkapelle), die River Dancers und die Athleten. Zu ersterem treten eben mehrere Bands an (vielleicht waren es zehn oder fünfzehn, um die 1.000 Musiker). Nach bestimmten Kriterien werden sie dann bewertet und bekommen am Ende Preise dafür. Es spielen sowohl alte gestandenen Männer und Frauen wie auch ganz junge Hüpfer, die ich etwa in der ersten Klasse vermuten würde. Bei den Tänzern sieht es ähnlich aus, nur waren das ausschließlich Kinder und Jugendliche, fast nur Mädchen, aber zwei Jungs mindestens waren auch zu sehen. Das eigentlich Spannende waren (für mich) die Athleten. Ihr kennt Diskuswerfen und Kugelstoßen? Kugelstoßen gibt’s hier auch, zusätzlich aber auch Steinwerfen, Hammerwerfen, Gewichthochwerfen, Baumstammwerfen. Angetreten heute sind neun Männer und vier Frauen, Team Island, Team Schottland und Team Deutschland (und Lucy aus England), am Ende hat natürlich Deutschland gewonnen. Besonders gefallen dabei hat mir, dass es hier wirklich nur um den Sport geht, um persönliche Leistungen und den Vergleich mit anderen. Aber man feuert sich gegenseitig an und freut sich, wenn der andere ein gutes Ergebnis hat. Das ist doch noch richtiger Sport
Sobald Karo mit dem Sortieren der Bilder fertig ist, stelle ich euch ein Best of des Tages zusammen. Bisher reicht es nur für eine Selfie-Galerie. Wetter war übrigens großartig, trocken und hin und wieder etwas Sonne – genug für ein bisschen Sonnenbrand, um die 20 Grad. 

Auf der Fähre – Hinweg 

Bei den Spielen

Auf der Fähre – Rückweg



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