Fährentag II

Nach einer viel zu kurzen Nacht (aufgrund von Erkältung und Weckerklingeln um 5:45 Uhr), checkten wir aus unserem Hotel aus und machten uns auf den Weg zur Fähre, als der Griff meines Koffers brach, so dass er sich nun nicht mehr ziehen lässt, sondern getragen werden muss. Dadurch brauchten wir für die Strecke etwa doppelt so lang, was aber nur anstrengend und nicht zeitkritisch war, da die Fähre nach Nizza nicht nur einfach eine Stunde später fuhr als ursprünglich angekündigt (was wir zum Glück noch am Morgen per SMS erfuhren), sondern der Check-In eine halbe Stunde nach zuvor genanntem Zeitpunkt begann. Die Fahrt war gänzlich unspektakulär, Karo schlief größtenteils, während ich mir endlich mal die Zeit nahm, die 700 (!!) Fotos der letzten paar Tage in Ruhe zu sichten.

In Nizza hatten wir uns ein Zimmer in derselben Unterkunft reserviert wie bereits zu Beginn des Urlaubs. Aber größer hätte der Unterschied kaum sein können: der Empfangsherr war um Welten freundlicher und hilfsbereiter als die Dame zuvor, wir hatten ein Zimmer mit zwei (!!) separaten Betten und das Fenster zeigte zum ruhigen Hinterhof. Die Nacht war vermutlich die für mich erholsamste des gesamten Urlaubes.

Zuvor zelebrierten wir das Ende unserer Reise noch in einem kleinen Restaurant, fünf Minuten von unserer Herberge entfernt. Schon wieder betellten wir viel zu viel und schon wieder schmeckte es richtig gut, auch wenn es nicht zu meinen Favoriten gehörte. Etwas belustigt wurden wir vom Personal beäugt, als wir beide einen so schlimmen Lachanfall bekamen, der uns bestimmt, trotz aller Anstrengungen nicht zur Ruhe brachte. Ein perfekter Ausklang für einen schönen Urlaub.



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