Ich glaube, den heutigen Tag setze ich auf der Liste der besten Urlaubstage ever auf einen der oberen Plätze! Aber lasst mich von vorn anfangen:
Es ist Donnerstag. Ich muss mich selbst immer wieder daran erinnern, denn selten habe ich so sehr die aktuellen Wochentage aus den Augen verloren wie auf dieser Reise. Also es ist Donnerstag, im Hotel in Tirana bekamen wir ein okayes Frühstück, leider war das Wasser alle (und aus der Leitung trinken geht in Albanien gar nicht), es wurde frittiertes Brot serviert, trockener Kuchen und sonst noch Zeugs, dass man eben bei solchen Hotelbuffets bekommt. Satt wurde ich allemal und der Osaft stillte auch den Durst. Anschließend begann die eigentliche Reise: Aufgeteilt auf vier Autos fuhren wir los. Mit meinen beiden Mitfahrenden hatte ich wirklich großes Glück und so gestaltete sich die Fahrt als ausgesprochen angenehm. Gefahren wird von den Teilnehmenden selbst und hätte ich früher die Hand gehoben, wäre auch ich hinter dem Steuer gelandet. Aber ich genieße es sehr, einfach mal auf der Rückbank zu sitzen und den Kopf auszuschalten, das hatte ich seit Isreal 2019 nicht mehr. Wobei stimmt nicht, auf Kreta auch, aber da war es ein Reisebus. Und auf Gran Canaria letztes Jahr auch… Ach vergesst, was ich gesagt habe. Aber es war echt toll! Zumal ich auch festgestellte, dass abgesehen vom extrem abweichenden Musikgeschmack ich wirklich gut mit der Gruppe harmoniere, auch wenn die Jungs und Mädels im Schnitt 13 Jahre jünger sind als ich.


Nach etwa zweieinhalb erreichten wie Berat. Die Stadt der tausend Fenster wurde 1961 offiziell zur Museumsstadt ernannt und 2008 zum UNESCO-Welterbe. In drei Stadtteilen (Mangalem, Gorica und Kalaja) sind Neubauten verboten. Die Viertel samt der vielen Moscheen und Kirchen gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Zunächst spazierten wir ein bisschen durch die Straßen und Gassen der Altstadt und Mangalem zum ehemaligen muslimischen Viertel Gorica, das am Ufer des Osum Flusses und Hang des Gorica Hügels errichtet wurde, kreativ, ne? Aber schön, wirklich sehr sehr schön.












Weiter ging es hinauf zur Burg, die einen zu Fuß, die anderen zu Taxi, denn ein Knöchel mit Fraktur möchte lieber keine Bergwanderungen mitmachen und dann nutze ich natürlich gern die Gelegenheit, mich dem Taxi ebenfalls anzuschließen, denn Steigungen sind einfach mein Erzfeind. Oben aßen wir in einem von einer lokalen Familie geführten Restaurant und das war so ziemlich das Leckerste, was ich je gegessen habe. Das Menü mit Salat aus Tomaten, Feta, Oliven und co, Byrek mit Zucchini (mein Favorit), dicke weiße Bohnen, von denen man nicht pupsen muss (Zitat Inhaber des Restaurants), Moussaka bzw den vegetarische Alternativen aus gefüllten Auberginen und einen undefinierbaren aber sehr sehr sehr schmackhaften Nachtisch, zum Abschluss noch Kaffee/Cappuccino. Das Ganze für gerade mal 12 Euro. Also solltet ihr mal in Berat sein, sucht das Restaurant Klea unbedingt auf! Während wir dort waren, erlebten wir auch den ersten Stromausfall, der hier im Lande keine Seltenheit ist. Anschließend schauten wir uns das Burggelände an und nahmen eine aufregende Abkürzung den Berg hinab und zurück zu den Autos











Das Ziel des Tages hatten wir damit aber noch nicht erreicht, denn wir wollten weiter in den Süden, nach Dhermi, wo unser Hotel für die nächsten zwei Tage liegt. Die Panoramastraße entlang hoch die Serpentinen zu einem schönen Aussichtspunkt, von wo aus wir die untergehende Sonne anhimmeln konnten, weiter nach Dhermi ins Hotel, kurze Verschaufpause und dann weiter zum Strand, wo wir in einem eher italienischen Restaurant bestellten und uns mit dem Essen an den Steinstrand setzten. Ich bekam Meeresfrüchte Risotto und auch das war einfach unfassbar gut. Inzwischen war es dunkel geworden und auch die Temperaturen hatte eine Sorte kühle angenommen, was nach dem Tag in der Hitze, um die 30 Grad waren es in etwa in Berat, sehr wohltuend war. Und nun liege ich im Hotelzimmer, auf dem wohl größten Bett, auf dem ich je eine Nacht verbringen durfte (ich könnte problemlos quer drauf liegen). Das Zimmer ist sehr modern, verfügt wie auch in Tirana über eine gute und leise Klimaanlage und ein ungewöhnlich großes und modernes Bad. Es ist einfach toll hier! Ich füge mal noch Foto unserer Felgen ein, damit ihr einen Eindruck davon bekommt, in welchem Zustand unsere Fahrzeuge hier sind.




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