Wodka

Zwar war es heute noch grau, doch immerhin bleib es trocken. Nachdem ich morgens Brötchen geholt hatte und wir Frühstück gegessen hatten, fuhren wir mit dem Zug nach Praga, einem „hippen“ Stadtteil Warschaus. Nun ja, für mich sah es einfach dem Wetter entsprechend aus: grau. Überwiegend Hochhäuser und ostige Gebäude. Im Grunde auch nicht doll anders als andere Großstädte Europas. Nicht gerade modern oder auch nur restauriert, eher mit schwindendem Putz und Graffiti. Teilweise könnte man sich auch in Berlin befinden, teilweise wurden einfach Neubauten über die Altbauten gebaut. Es ist jetzt nicht unbedingt wahnsinnig hässlich oder so, aber auch nicht unbedingt was, was man gesehen haben muss, finde ich.

Ähnliches gilt auch für das Museum, das wir in Praga aufsuchten: dem Wodka Museum. Also versteht mich bitte nicht falsch, ich fand es auch gar nicht schlimm und es ist auch ganz gut gemacht und erklärt, wie so die Herstellung von Wodka aussieht und wie sich diese im Laufe der polnischen Geschichte entwickelt hat. Aber so richtig gesehen hat man da auch nichts. Vor knapp zehn Jahren war ich in einer Gin Destillerie in Plymouth, da hat man richtig beim Prozess zuschauen können. Hier wurden nur Lehrtafeln und Animationen genutzt. Am Ende gab es noch eine Verkostung mit vier Wodkas, so richtig mit auf Aromen achten und spüren, wie er im Körper brennt. Aber für mich Banause hat es immer gleich geschmeckt und gebrannt. Wobei ich schon einen Unterschied zu dem billigen Wodka geschmeckt habe, den man auf Partys gern mit Orangensaft mischt. Am Ende erhielten wir noch ein Zertifikat, das uns als Wodka Connesseure auszeichnet.



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