Unser Silvesterabend war sehr ruhig und entspannt. Wie schon erwähnt saß die Familie vor dem Fernseher und ich im Keller, um zu lernen und ein bisschen Xena zu gucken. Kurz vor Mitternacht ging ich dann nach oben, Dinner for one stand auf dem Programm. Zu dem Zeitpunkt war dann draußen doch weitaus mehr los als gedacht. Entweder hat hier jede Familie ihre eigene Feuerwerkslizenz oder man hält sich doch nicht so sehr an die Vorgaben. Im Gegensarz zu Berlin wurde aber nicht sinnlos durch die Gegend geböllert, sondern mit schönen Raketen schöne Kunstwerke erzeugt. Wie lang das dauerte, kann ich euch aber nicht sagen, da ich spätestens halb 1 schon wieder schlief. Auch mal schön, ein neues Jahr so entspannt, ausgeruht und unverkatert zu beginnen.
Katrin wollte unbedingt noch Lises Chef kennen lernen, bevor wir wieder nach Hause fahren, weshalb die beiden mit Matthias heute zur Deutschen Gemeinde in den Gottesdienst fuhren. Jakob und ich nutzen die Zeit, um den Pfand zum Supermarkt zu bringen und ein bisschen zu quatschen. Haben wir lange nicht mehr gemacht, war schön. Jetzt wieder zu Hause angekommen habe ich geduscht und meine Wäsche in die Waschmaschine gepackt und ein bisschen Spanisch gelernt. Endlich jetzt mal eine Lektion, die wirklich wichtig ist:

Apropos Tiere: Wir wohnen hier in einer sehr urbanen Gegend. Nur Einfamilienhäuser und sehr ruhig. So schön ruhig, dass sich hier auch einige Tiere wohl fühlen. Neben den Elstern und Krähen, die man hier statt Tauben überall sieht, sind uns gestern auf dem Heimweg zwei Hasen über den Weg gelaufen. Buchstäblich. Und heute standen da Rehe in Nachbars Garten. Drei Stück. Matthias hatte sie vorher schon mal entdeckt, aber da er meinte, dass sie verschwunden waren, als er seine Brille aussetzte, fiel es uns etwas schwer, das zu glauben.

Und was ich euch noch erzählen wollte: Schweden ist ziemlich kreativ was ihr Verkehrsschilder anbelangt. Nicht nur findet man hier am Zebrastreifen auf der einen Seite einen Mann, der die Straße überquert (so wie das deutsche Zebrastreifenschild) und auf der anderen Seite eine Frau. Auch sind hier in unserer Wohngegend die 30er Schilder ziemlich individuell:





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