Was lange fährt, wird endlich gut

Das war mal eine Anreise. Na klar, wir sind immer den ganzen Tag unterwegs, wenn wir in den Urlaub fahren. Morgens zum Flughafen, Checkin, warten, in den Flieger, warten, ankommen, den nächsten Zug oder Bus finden, zur Unterkunft fahren, abends ankommen. Oder zum Zug fahren, dann ewig unterwegs sein, ankommen, Anschluss finden, abends in der Unterkunft ankommen. Doch den ganzen Tag aktiv die Fahrt gestalten, weil am Steuer des eigenen Autos sitzen und pausenlos den Fuß auf dem Gaspedal haben, das ist mal eine neue Erfahrung. Wobei, das mit dem „pausenlos“ stimmt so ja auch nicht. Denn auf halber Strecke von Berlin nach Farchant haben wir bei meiner Tante und meinem Onkel Rast gemacht, gegessen, einen ganz wunderbaren Spaziergang durch bunte Wiesen und grünen Wald gemacht und somit den Knien etwas Ruhe gegönnt.

Nach insgesamt etwa 8 Stunden Fahrzeit sind wir also in Farchant bei Garmisch-Partenkirchen angekommen und wurden hier recht freundlich in Empfang genommen. Die Unterkunft verfügt leider über ein Schlafzimmer weniger als gedacht (der Fehler liegt allerdings allein bei mir), doch der Vermieter war so freundlich, uns ein Klappbett ins Wohnzimmer zu stellen. So hat hier jeder sein Reich und jeder kann in Ruhe schnarchen. Ruhig ist es hört tatsächlich sehr. Dorf eben. Wir werden es im Laufe des Tages noch weiter ergründen. Gestern haben wir es nur geschafft, noch ein Wirtshaus aufzusuchen und sehr schmackhaft ein spätes Abendbrot zu und zu nehmen. Eigentlich hatte die Küche schon fast geschlossen, doch konnten sie uns hungrige Reisende offenbar nicht einfach abweisen.



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