So, liebe Freunde, da wären wir nun also am letzten Abend angekommen. Wir sitzen gerade auf unserer Terrasse, trinken Konstanzer Bier und schwelgen in Urlaubserinnerungen. Soeben gesellt sich noch eine Fledermaus zu uns. Schön wars gewesen. Kommt lange nicht an Norwegen ran, aber hatte trotzdem viele wunderbare Momente. Vor allem der eine oder andere Ausblick wird mir noch eine Weile im Gedächtnis bleiben.
Einem letzten Tag würdig haben wir heute noch etwas ganz Besonderes unternommen. Wie uns der Reiseführer empfahl, fuhren wir mittags nach Schiltach, um dort eine Zipline Tour zu machen. Dank eines Fehlers im System sind wir in die Führung noch reingerutscht, die eigentlich schon ausgebucht war. Dadurch wurde die Gruppe aufgeteilt und wir waren nur zu sechst plus Reiseleiter. Die Tour begann mit einem sehr sehr steilen Anstieg, der mich schon ganz schön an meine Grenzen brachte, so dass ich kurz davor war, das Ganze abzubrechen. Aber ich bin dann halt doch zu stolz und so wurde mein Ehrgeiz schließlich auch belohnt.


Die Tour ist unterteilt in zwei Übungs-Ziplines und fünf längere. Die letzte Zipline ist 570m lang und 83m hoch und damit die längste Natur-Zipline Deutschland. Da ist man schon 50 bis 60 Sekunden in der Luft. Unser Guide erklärte alles sehr sehr gut und geduldig. Dankbarerweise waren in unserer Gruppe auch nur pfiffige und mutige Leute, nicht solche Idioten und Memmen wie letztes Jahr bei unserer Gletscherwanderung in Norwegen. Dadurch verlief alles ganz flott und nach Plan. Hier seht ihr mal, wie das so aussieht:
Das war echt ein Riesenspaß und nicht mal ansatzweise so gruselig wie die Zipline im Harz, weil man dort schlagartig den Boden unter den Füßen verliert, während man hier so peu à peu auf die Tiefe hingleitet. Und der Blick über den Schwarzwald ist atemberaubend. Leider konnte ich kein Foto machen, weil mir das während des „Fluges“ mit dem Handy doch etwas zu riskant war. Nur so viel, der Blick vor dem Absprung (rechts oben im Bild sehr ihr das Seil):

Nachdem wir wieder zurück waren und ein sehr spätes Mittag gegessen hatten, machte ich mich allein noch zu einem Spaziergang auf, rund um unsere Unterkunft. Erst sah ich Rehspuren, später sogar ein Reh, und ein Frosch ließ sich auch kurz blicken. Ich erkundete längst verwilderte Wanderwege und hatte einen richtig schönen Blick auf das Tal.


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