Wir haben es geschafft. Nach einem reichlich dreistündigen Flug sind wir in Lissabon gelandet. Es waren enorm viele Kinder mit an Bord, auf zwei Erwachsene kam bestimmt ein Halbwüchsiger. Und es waren lange drei Stunden. Zum Glück hat mir Peter V. Brett die Zeit angenehm gestaltet.
Am Flughafen angekommen gab es eine besondere Überraschung. Beim Versuch, unsere Tagestickets zu kaufen, kam nach dem Einwerfen unserer Geldscheine dieselbe Menge an Münzen wieder herausgeprasselt. In einer Geschwindigkeit, dass sie aus dem Automaten herausflogen, wie beim Hauptgewinn bei einem Einarmigen Banditen. Letztendlich holte Karo die Tickets dann doch am Schalter.
Nach einer kurzer Odyssee durch Lissabon fanden wir dann auch unser Hostel, wo wir mit den Worten „Christin? Christin?“ begrüßt würden. Unser Vermieter Luis nahm sich gern die Zeit, uns nicht nur unser schickes Appartement sondern gleich die ganze Stadt zu erklären. Ein wirklich freundlicher älterer Herr, der nicht nur viel weiß, sondern auch viel redet. Unsere Unterkunft ist in unseren Augen ein wahrer Luxus, mit Schlafzimmer, Wohnküche und Badezimmer.
Nachdem wir einen starken Regenguss abgewartet hatten, machten wir uns auf einen ersten Erkundungsrundgang durch die Stadt. Wirklich lohnenswert. In den nächsten Tagen werden an dieser Stelle noch ein paar Fotos gezeigt.
Auf dem Russio stießen wir auf eine Meute britischer Fußballfans, die einen Riesenlärm verursachten. Grund dafür war das
am heutigen Abend stattfindende Europa League Spiel Benfica Lissabon gegen Newcastle. So etwas lässt man sich natürlich nicht nicht entgehen, sodass die folgenden vier Stunden der Suche einer geeigneten Sportbar galten. Auf dem Weg kamen wir durch Wege, Gassen, Straßen, über Plätze, an den Fluss Tejo und letztendlich zu McDonalds, denn das Spiel ging bald los und wir wollten vorher noch den Magen füllen. Nachdem wir uns in der Touristeninformation bezüglich in Frage kommender Bars informiert und einige besichtigt hatten, ließen wir uns in der British Bar nieder und verfolgten das Spiel. Für die, die es nicht gesehen haben: Benfica gewann mit 3:1. So ein Public Viewing ist hier aber was ganz anderes als bei uns in Deutschland – kleiner Fernseher, kaum Zuschauer, kaum Emotionen. Trotzdem ein schöner Abend.

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