Letzter voller Tag der Reise und noch 290km vor uns, saßen wir gemeinsam – oder die, denen es möglich war – im Frühstückssaal unseres Hotels und ließen es uns gut gehen. Butrint wurde leider vom Programm gestrichen, da wir dafür bereits halb 6 morgens hätten losfahren müssen. Aber das leckere Frühstück war immerhin ein kleiner Trost. Ein Großteil der Gruppe fuhr halb 9 los, um das Blue Eye aufzusuchen, der Rest fuhr ins Krankenhaus für eine Kochsalzinfusion aufgrund einen Mageninfekts. Die Hälfte der Gruppe hatte es im Laufe der Zeit erwischt mit so einer Magengeschichte, doch nur eine musste damit ins Krankenhaus. Die Liste der Unfälle und Krankheiten hat es in sich bei dieser Reise: zweimal Krankhaus (wegen Fraktur und Magen), eine tiefe Schnittwunde, die aber keine ärztliche Behandlung brauchte, und die Reise ist noch nicht vorbei. Während ich hier schreibe, sitze ich im Auto in der Nähe vom Blue Eye und warte. Worauf, das erzähle ich gleich noch. Erst noch ein paar Worte zum Blue Eye: Das ist eins der schönsten Naturspektakel, die ich je gesehen habe. Eine kristallklares Wasser kommt hier aus einer unbekannten Tiefe – Taucher sind bereits 50m getaucht und es war kein Ende in Sicht. Zum Baden eignet sich das Wasser mit 10°C eher nicht, aber es ist auch eh verboten. Um zur Quelle zu gelangen, kann man entweder eine halbe Stunde wandern oder man fährt mit einer kleinen Bimmelbahn. Den Spaß ließ ich mir natürlich nicht entgehen.








Keine 100m, nachdem wir den Parkplatz verlassen hatten, mussten wir wieder stehen bleiben. Eines der Autos hatte einen Platten. Daher blieb uns nichts anderes übrig, als 20 albanische Minuten (was in unserer Zeitrechnung eher eine dreiviertel Stunde war) auf den Abschleppdienst zu warten – ja uns blieb nichts erspart. Auf die übrigen Autos aufgeteilt, fuhren wir erst einmal eine halbe Stunde in die entgegen gesetzte Richtung unserer Route, in die südliche Richtung zu Pitstop. Dort mussten wir eine albanische Minute warten, was auf unseren Uhren eher eine halbe Stunde war. Aber die Reparatur selbst verlief ganz fix und unproblematisch und so konnten wir dann mit einiger Verzögerung nun endlich die vierstündige Reise zurück nach Tirana antreten.





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