Ich nutze unsere Verschnaufpause nun um ein paar Zeilen zum heutigen Tag zu verfassen, bevor wir uns auf den Weg ins Restaurant machen.
Um unsere erschöpften Füße ein wenig zu schonen, führen wir nach einem gemütlichen
Frühstück mit der Straßenbahn zum Mosteiro dos Jerónimos, einem Kloster aus dem 15. Jh. Es gilt als das Bauwerk der portugiesischen Nation schlechthin und gehört zum UNESCO Kulturerbe. Entsprechend beeindruckend war es auch mit seinen vielen Schnörkeln bzw. Details an Decken, Wänden und Säulen.
Nach einer kurzen Pause verschlug es uns in den angrenzenden Botanischen Garten. Ein wunderschönes Grünstück mit etlichen Palmen und anderen spannden Pflanzen. Auch die Tierwelt hatte einiges zu bieten, wie Hähne beim Balztanz, gigantisch große Gänse und wie auch auf Sao Jorge einige Pfauen. Fotos sind hier spannender als Worte… Dann machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Tiere de Belém, einem ehemaligen Verteidigungsturm aus dem 16. Jh.
Nach der abenteuerlichen Rückfahrt mit einer historischen Straßenbahn – nein, wir haben uns nichts klauen lassen – suchten wir wie schon gestern The sexiest WC on Darth auf, wie der Name schon verrät, ein öffentliche Toilette, die sich blicken lassen kann. Die einzelnen WC-Kabinen sind relativ groß, sehr sauber, an den Wänden mit Holz verkleidet, mit einem großen Spiegel ausgestattet und von sympathischer, ruhiger Popmusik beschallt. Also wer in Lissabon mal ganz dringend muss, da am Praca do Comércio, dem ehemaligen Palastplatz, ist dafür die beste Adresse.
Mit der Metro fuhren wir dann erleichtert zum Panteão Nacional, wo unter anderem das Grab der Fado-Sängerin Amália Rodrigues zu finden ist. Wir warfen jedoch nur einen kurzen Blick in das Gebäude, um ein wenig den Schatten zu genießen, denn inzwischen war es doch wirklich sehr warm geworden. Der Besuch auf dem dahinter liegenden Flohmarkt stellte sich als reine Zeitverschwendung heraus, denn die „Stände“, sofern man sie so nennen mag, sind nur eine gigantische Ansammlung von Schrott.
Und es wurde immer wärmer. Ich hatte schon Angst, ich müsse den morgigen Tag niedergestreckt durch einen Sonnenstich zu Hause bleiben. Deshalb ließen wir uns alle Zeit der Welt, verschnauften zu erst in einem kleinen Park, dann noch einmal in der Igreja São Vincente de Fora und machten uns dann wieder auf den Heimweg, mit kurzem Stopp im Supermarkt.






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