Wie bereits erwähnt, war das Wetter heute wirklich fabelhaft. Etwas über 20°C und wunderbarer Sonnenschein begleiteten uns den ganzen Tag und ließen Plymouth in einem angenehmen Licht erstrahlen. Für alle, die mit der Stadt nicht so viel anfangen können, ein Platz Infos: Plymouth liegt an der südlichen Seite der englischen Grafschaft Devon und direkt an der Grenze zu Cornwall. Berühmt ist die Stadt vor allem wegen Sir Francis Drake, der 1577 von hier aus die Welt umsegelte, und wegen der Pilgerväter und Pilgerväterinnen, die 1620 vom selbigen Hafen aus auf der Mayflower in See stachen, um in America ein neues Leben zu beginnen. Die Siedlung, die sie neugründeten, trägt daher ebenfalls den Namen Plymouth. Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt fast vollständig zerstört, da sie Marinestützpunkt war und auch noch bis heute ist. Daher findet man hier kaum noch Häuser, die älter als 70 Jahre sind. Dies nur als kleine Einführung.
Nach einem ausgiebigen Frühstück erkundeten wir den Hafen, der rund 200m von unserer Wohnung entfernt liegt. Schon von Weitem hört man den „PR-Menschen“, der wie ein Marktschreier die Touristen dazu einlädt, eine Hafenrundfahrt zu machen. Eine solche steht bei uns auch noch auf dem Programm, doch die ersten Station des Tages war zunächst Mount Batten, ein Bezirk der Stadt auf einer Halbinsel, den wir über eine Fähre erreichten. Bzw Moun‘ Ba’en, wie der Engländer sagt.
Anschließend, wieder mit der Fähre zurück, spazierten wir am Wasser entlang zu The Hoe, einer Grünfläche mit Blick auf Wasser, wo sich inzwischen der Leuchtturm befindet (der früher direkt am Meer stand, aber ins Landesinnere versetzt wurde, nachdem er nicht mehr gebraucht wurde). Es heißt, als Drake ausgesandt wurde, um die Stadt vor dem Angriff einer spanischen Armada zu schützen, habe er sich auf The Hoe befunden und sei mit Bowling beschäftigt gewesen. Er habe darauf bestanden, sein Spiel zu beenden, bevor er sich aufs Schiff begab. 
Dort auf der Wiese lagen wir eine Weile und sonnten uns, bis es irgendwann doch etwas frisch wurde. Vorbei an kleinen Minigolfplätzen zogen wir weg vom Wasser, rein in die Stadt, wo wir uns in einem Café einen Milchkaffee gönnten. Den Rest des Nachmittags schlenderten wir durch die Straßen und Gassen Plymouths und genossen das gute Wetter. Dabei warfen wir noch einen Blick ins Kino und ins Theater, doch in den nächsten Tagen scheint dort nichts zu laufen, was für uns in Frage käme.
Drake’s Island in der Bucht von Plymouth 
Abends genossen wir die Ruhe unseres Wohnzimmers und die Gesellschaft der Gilmore Girls (auf dem Monitor).






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