Unverhoffter Sonnentag

Im Hotel Napoléon haben wir ein richtig schönes Zimmer erwischt: mit zwei separaten Betten und einem Badezimmer mit Mini-Badewanne und Fußbecken. Es ist zwar etwas laut auf dem Hof, da sich dort eine Bäckerei befindet, die irgendeinen mechanischen Krach bin auch gibt, aber sehr erträglich. Zum ersten Mal im Leben erlebe ich hier Frühstück auf dem Zimmer, das von einem sehr charmanten Hotelier geliefert wird.

DSC_0288_panorama

Unser erster Tag auf Korsika galt der Erkundung Bastias, der größten Stadt im Norden der Insel, in der sich auch unser Hotel befindet. Unser erstes Ziel: Le Bassin du Vieux Port (das Becken vom alten Hafen), an dem Dutzende traumhafter Segelboote liegen. Ein Steg in der Mitte des Hafens bot eine herrliche Sitzgelegenheit für eine kurze Pause (Panoramafoto). Gleich die nächste Rast machten wir auf der nahestehenden Mole, als plötzlich die Sonne zum Vorschein kam und es erstaunlich heiß wurde. Gerechnet hatte keiner von uns damit, da uns der Wetterbericht eher Regen versprach. Umso dankbarer bin ich für den gestern gekauften Pullover.

Im Zickzack spazierten wir weiter durch die Altstadt, warfen Blicke in die DSC_0335eine oder andere Kirche und dankten für da atemberaubende Wetter. Von einigen Terrassen hat man einen wunderbaren Blick auf Hafen und Meer. Besonders begeistert hat mich DSC_0333vor allem der Geruch bzw. die Anwesenheit von Gestank. Die Stadt ist angenehm sauber, ohne überpoliert zu sein. In weniger als zwei Stunden (brutto) hatten wir bereits das südliche Ende der Altstadt erreicht, wo wir den erneut pausierten. Während wir uns auf dem Place d’Armes lesend sonnten, kam ein älterer halbnackter Mann mit ausgebreiteten Armen auf und zu, fing an zu singen (irgendwas mit Al Capone, mehr verstand ich nicht) und ging wieder. Komisches Völkchen.

DSC_0299DSC_0300DSC_0301

Am Nachmittag machten wir uns auf einer anderen Route wieder auf den Heimweg und entdeckten dabei ein paar sehr charmante Einkaufsstraßen. Karo ließ es sich natürlich nicht nehmen, in eine zweite-Hand-Buchhandlung Nachschub zu kaufen (Victor Hugo und noch irgend etwas, was ich schon wieder vergessen habe). Im großen Centre commercial (erinnerte mich etwas ab Kaufland oder real) deckten wir uns noch für den Abend und den morgigen Tag ein und marschierten dann wieder in die andere Richtung, um noch die letzten Sonnenstunden auf einer kleinen Bank zu genießen, die auf einem Platz am Ende einer Einkaufsstraße stand, sehr idyllisch und gemütlich.

Nach Anbruch der Dämmerung spazierten wir gemächlich zurück zum Hotel, wo wir rechtzeitig zum Anpfiff das BVB Netradio anstellten. Nebenbei schnippelten wir Gemüse für einen Salat und schmierten Stullen und verfolgen gebannt das Spiel. Für alle, die es nicht mitbekommen haben: Borussia Dortmund gewann überragend mit 7:1 gegen Paderborn im DFB Pokal Achtelfinale. Schöner kann doch so ein Tag nicht ausklingen. Oder?

Ich versuche jetzt noch ein paar Bilder der letzten Tage hochladen, es lohnt sich also vielleicht, noch mal einen Blick in die Berichte zu werfen.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert