Heute Mittag im Flugzeug: „Meine Damen und Herren, das Flugpersonal ist für Ihr Wohlbefinden und Ihre Sicherheit da. […] Ladys and gentlemen, the cabin crew cares about your comfort and safety. […] Mes dames et monsieurs, je ne parle pas francais. C’est la vie.“ (zu deutsch: „Meine Damen und Herren, ich spreche kein französisch. So ist das Leben.“)
Und bei der Landung dann: „Lassen Sie keine persönlichen Dinge liegen, wie z. B. Ihre Kinder. Vergessen Sie bloß nicht ihr Kinder!“
Vom Flughafen aus machten wir uns dem Bus einfach mal auf den Weg, ohne Plan. Im Gegensatz zu sonst hatte sich dieses Mal niemand von uns mit den Gegebenheiten vor Ort auseinandergesetzt. Wir fuhren also einfach nach Karos Gefühl. Welches offenbar ziemlich gut ist, denn wir kamen tatsächlich einen knappen Kilometer von unserer Herberge heraus. Leider entspricht das Zimmer nicht so ganz unseren Wünschen (und Reservierung), denn eins haben wir in Laufe der letzten zehn Jahre gelernt: getrennte Betten sind für eine annehme Urlaubslaune essenziell. Nun gibt es hier aber nur ein Doppelbett, dass eher ein 1,5fach Bett ist. Drückt uns die Daumen, dass wir die nächsten drei Nächte genug Schlaf finden und wir uns nicht partout gegenseitig nachts schlagen. Schön ist es auch, in Urlaub einen Kühlschrank zu haben, um Essen länger aufzubewahren. Nicht so schön, wenn dieser neben dem Bett steht und nachts Krach macht. Und die Straße ist echt laut, muss man mal so sagen. Aber dafür haben wir auch einen kleinen Balkon, eine Mikrowelle, eine Kaffeemaschine und einen Fernseher, an den ich mein Tablet anschließen kann, so dass wir ab und zu zum entspannen Netflix anzapfen können. Wichtig das!
Nach einer kurzen Erholungspause (sprich eine Folge einer Serie), zogen wir Richtung Hafen, von wo aus wir ein wenig an der Promenade entlang schlenderten. Alles ganz langsam, denn mein Muskelfaserriss und Karos immer massiver werdende Erkältung bremsen uns in diesem Urlaub etwas ab. Aber das ist auch okay, die letzten Jahre waren aufregend genug.
Als wir uns am Meer und an der Dämmerung sattgesehen hatten,
verschlug es uns wieder in die Altstadt zurück, wo wir uns ein Restaurant suchten. Und was isst man, wenn man sich in Frankreich herumtreibt? Richtig, Froschschenkel. Kleine, panierte Froschschenkel (leider nur ein unscharfes Beweisfofo). Ich muss euch sagen, ich war überrascht, wie gut die schmecken. Okay, leider etwas zu fettig, aber das lag eher an der Zubereitung. Würde ich wieder bestellen. Echt jetzt! Das restliche Essen war auch nicht schlecht, wenn auch nichts Besonderes. Allerdings mussten wir rund 40 Minuten auf die Rechnung warten, was dem Begriff „Slow food“ eine ganz neue Bedeutung gibt.
Aber all das soll uns nicht den Urlaub verderben! Es gibt hier auch richtig nette Ecken zu sehen, vor allem im Dämmerlicht erwacht die Stadt in einem ganz besonderen Glanz. Da vergisst man schon mal, dass es überall nach Urin stinkt. Auch sind die Leute hier freundlicher, als ich es von meinem letzten Frankreich Besuch in Erinnerung hatte, was wohl auch daran liegt, dass Karo mit ihren super Französischkenntnissen 90% der Kommunikation übernimmt und es dann doch meist sehr geachtet wird, wenn man sich in der Landessprache versucht.
Ich versuche euch ein paar Bilder zu zeigen und auch das eine oder andere Video, aber da ich gerade mit dem Smartphone schreibe, kann ich erst einmal nur die Handyfotos beifügen.




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