Ganz schön anstrengend, schön, aber anstrengend der heutige Tag. Aufgrund diverser Ursachen war ich heute schon halb 6 auf den Beinen. Unfreiwillig. Ich nutzte die frühe Stunde allerdings, um im Wald Affen zu beobachten. Leider kann ich keine Beweisfotos zeigen, weil die Tiere hoch in den Wipfeln unterwegs waren und viel zu schnell, um sie fotografisch festzuhalten. Dann gab es eine Stunde Qi Gong mit Chris, an der ich leider nicht teilnehmen konnte, weil ich mich nicht fit genug dafür fühlte. Im Anschluss folgte wieder ein ganz hervorragendes Frühstück mit Porridge, frischem Obst, Joghurt, Rührei, Brot, und Avocado. Ansonsten blieb der Vormittag ruhig. Kurz vor dem Mittag ging ich allein noch zum Strand, um ein bisschen zu schwimmen. Immer im Hinterkopf meine Affirmation des Tages: „Ich bin reglos/ruhig. Ich verstehe, dass es Zeiten gibt, sich zu bewegen, und Zeiten, um zu ruhen… Ich strebe nach bedingungslosem Glück hier in der Gegenwart.“


Nach dem Mittag und einer kleinen Siesta liefen wir zum Strand, wo bereits fünf Pferde (caballos) auf uns warteten. Ganz ohne Einweisung und alles (was die vor allem die reit-erfahrene Kathy nicht braucht) ritten wir Richtung Norden los. Einen Großteil des Wegen am Strand entlang und dann weiter ins Landesinnere. Unser Ziel war eine Bar, wo wir ein erfrischendes Getränk zu uns nahmen. Eine Bar hier in Costa Rica ist kaum zu vergleichen mit einer Bar in Berlin. Es ist im Grunde ein Gebäude, in dem die Getränke aufbewahrt und zubereitet werden, und daneben eine Terrasse mit ein paar Tischen und Stühlen. Hinter dem Gebäude findet man noch einen Hahn und ein paar Hühner an einer Leine. Also buchstäblich, sie sind tatsächlich an einer Leine befestigt, um nicht davon zu rennen, wenn der Hahn kommt, vermute ich. Oder auch nicht. Jedenfalls etwas befremdlich für mich. Aber ob alle Bars hier so aussehen, kann ich natürlich nicht wissen, und ein Urteil liegt mir fern. Es ist einfach nur sehr ungewöhnlich für mich. Nach einer halbstündigen Pause ritten wir wieder zurück. Was schon wirklich sehr beeindruckend war, dort im Sonnenuntergang am Strand entlang zu reiten. Links Palmen, rechts Meer und Sonne, die darin versinkt. Da ich eher selten reiten gehe, vielleicht alle fünf Jahre mal für eine halbe Stunde, waren diese 2,5 Stunden heute für mich schon eine echte Herausforderung. Ich bin froh, dass ich es geschafft habe und will auch die Besonderheit und Schönheit des Ausflugs gar nicht in Frage stellen. Doch jetzt tut mir einfach nur noch alles weh und der Rückweg schien mir schon echt wahnsinnig lang zu sein. Mir persönlich hätte ein kleiner Ausflug total genügt, doch sind andere von uns heute total in ihrem Element gewesen. Ist doch auch schön. Ich habe euch mal ein Video erstellt aus dem bisschen Material, was ich heute im Laufe des Nachmittags aufgenommen habe. Ganz besonders gefreut habe ich mich, als ich unterwegs ein Eichhörnchen (Oachkatzl auf Österreichisch, wie ich gestern lernte) sah, brauner Körper mit schwarzen Schwanz (Schwoaf).






Zum Abendessen gab es zauberhafte von Bernadette, Denise und Chris frisch zubereitetes Sushi. Das war schon ganz schön lecker!


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