Ach Edinburgh, wunderschönstes Edinburgh, nie werde ich dich vergessen. Als ich vor ein paar Monaten vor der Wahl stand, Glasgow oder Edinburgh, kam für mich ja nur Glasgow in Frage. Immerhin kannte ich deren Fußballverein, was wusste ich schon über die schottische Hauptstadt? Heute bereue ich die Entscheidung ein wenig, denn die Zeit hat nicht einmal ansatzweise gereicht, hier alles zu erkunden, was sich gelohnt hätte. Daher musste ich auch auf den Pinguin-Marsch im Zoo verzichten. Aber auch ohne war es ein ganz lohnenswerter Ausflug.
Mit dem Zug fuhren wir morgen zur Waverley Station, um von da aus Edinburgh Castle zu laufen, wo ab dem 11. Jh. die schottische Königsfamilie residierte. Schon durchaus ein beeindruckendes Bauwerk. Hier ein kleiner Teil davon (die guten Bilder stecken noch in der Kamera).
Vom Schloss aus verläuft die Royal Mile, die königliche Meile Richtung Osten. Dieser folgend kamen wir durch das jährlich stattfindende Fringe Festival, das weltweit größte Festival darstellender Künste. Entsprechend voll waren die Straßen. Etwas Ruhe fanden wir in der Saint Giles Cathedral, im 15 Jh. erbaut spielen hier sogar die Engel unter der Decke Dudelsack.

Auf der anderen Seite der Royal Mile befand sich auch schon wieder der Ausgang des Festivals, ab da ließen die Menschenmassen nach. Auf einem Hinterhof schien schon wieder eine ganz andere Veranstaltung stattzufinden, eine kleine Bühne wurde umringt von Kisten und Bänken, die wiederum von jeder Menge Fressbuden umgeben waren. Bei einer davon kauften wir Crepes (sehr lecker: mit Ziegenkäse, Rucola, Cransberries und Marmelade) und gönnten uns eine Pause. Anschließend wanderten wir die Verlängerung der Royal Mile, hier dann die High Street, entlang hunderter kleiner süßer Läden und Cafés in wunderschönen alten Häusern. Im Gegensatz zu Glasgow hat Edinburgh in den Weltkriegen nicht so viel abbekommen, sodass hier noch viel von der ursprünglichen Schönheit erhalten geblieben ist.
Am Ende der Straße liegt der Palace of Holyroodhouse, der Palast, der heute noch der königlichen Familie als Residenz dient. Bekannt ist das Gebäude dem einen oder anderen vielleicht als Wohnsitz von Königin Mary Stuart im 16. Jh., wo ihr eifersüchtiger zweiter Gemahl sie einsperrte und sie die Ermordung ihren eventuellen Liebhabers beobachten ließ. Fotos konnte man darin leider keine machen, daher nur ein Bild der Ruine der dazugehörigen Abtei.
Vom Palast aus ist es nicht mehr weit zum Berg, der bestimmt auch einen Namen trägt, den ich euch aber leider nicht nennen kann. Dessen Besteigung war schon ein kleines Abenteuer – vor allem wenn man eigentlich auf Stadtbummel eingestellt war und die falschen Schuhe trägt. Aber die Mühe hat sich gelohnt, denn der Ausblick über die Stadt ist bezaubernd.






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