Da die Gegend rund um das Gschösswandhaus immer noch zugeschneit ist und daher einige der geplanten Aktivitäten sich nicht in die Tat umsetzen ließen, wurde die ursprünglich für gestern geplante Thai Massage auf heute verschoben und das Workshop Programm somit etwas entzerrt. Dazu kam heute noch ein Kletterausflug. Naja, Ausflug ist übertrieben. Es handelt sich um eine kleine Boulderwand hier vor Ort, die sonst nicht für Gäste zugänglich ist. Aber da der Kletterfelsen zurzeit nicht zu erreichen ist und das Klettern im Schnee auch nicht so viel Spaß macht, war das die nächst beste Alternative. Ansonsten verlief der Tag wie gewohnt. Zu um sieben stand ich unten in der Küche. Qi Gong musste ich aufgrund von Unterleibschmerzen ausfallen lassen. Beim Mittag war ich dieses Mal die einzige Assistentin, aber da Gabriel die Suppe bereits vorbereitet hatte, war, außer Tisch decken und später wieder sauber machen, nicht viel zu tun. Leider hatten wir heute die Küche nicht mehr für uns, weil der normale Gaststättenbetrieb wieder eingesetzt hatte und entsprechend in der Küche wieder Trubel war. Aber inzwischen weiß ich zum Glück, wo ich das meiste finde, da muss ich nicht mehr jede Schublade aufreißen, wenn ich was suche. Bei der Thai Massage wollte ich nicht unbedingt teilnehmen, doch brauchte Chris jemanden, an dem er die Massage vorführen könnte, und da ließ ich mich dann nicht zweimal bitten. Zum ersten Mal von einem Profi die Massage zu erhalten, war echt noch mal was anderes. Und ich konnte mich auch besser entspannen, weil ich ihm auch mehr vertrauen kann.




Nach der Massage schloss sich gleich noch eine Session Atemtechnik mit Elias an. Ziemlich emotional, zumindest auf meiner Seite. War vielleicht mal wieder nötig. Entsprechend erschöpft war ich danach dann aber auch. Nur noch Abendessen vorbereiten und essen und dann ab ins Bett. Beim Abwaschen fragten mich die Jungs aber, ob wir den gestrigen Abend wiederholen wollen. Ein bisschen skeptisch war ich ja, denn so leicht geht man da mit einer falschen Erwartungshaltung hin, dass es wieder genau so toll wird wie der Abend zuvor. Aber gut, irgendwie net wird es schon werden und wann sonst komme ich denn schon noch mal dazu? Und was soll ich sagen, es kam, was kommen sollte: Es wurde noch besser. Nach dem Tischtennisspielen gingen wir noch zu dritt in die Sauna, 15 Minuten bei 95°C, um uns direkt danach in den Schnee vor dem Haus zu legen. Spannend übrigens, dass mir sowohl die Hitze als auch die Kälte besser bekamen als den Jungs. Ich hätte immer noch ein bisschen länger bleiben können. Aber auf eine zweite Runde hatte ich dann auch keine Lust mehr und so bin ich dann ins Bett gegangen, während die beiden noch eine Weile blieben.

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