Vom heutigen Tag gibt es nicht viel zu berichten. Wir haben heute beide gearbeitet, was den Großteil der Zeit in Anspruch genommen hat. Nachmittags verbrachte ich eine Stunde etwa auf der Dachterrasse, weil es so angenehm warm und sonnig war.

Nach der Arbeit saß ich erneut da und schaute den Wölkchen beim Verfärben zu. Das war schön.

Zum Essen liefen wir zur Bar am unteren Ende unserer Straße. Das ist eine Bar ohne Menü oder dergleichen. Man wird gefragt „Comida o bebidos?“ („Essen oder Trinken?“) und wenn man Essen sagt, erzählt die Dame, was es gibt, was man nicht versteht und sie auf das Essen in der Vitrine zeigt. Auf die Frage, ob es auch etwas Vegetarisches gibt, lächelt sie nur mitleidig und schüttelt den Kopf. Überlegt. Sagt „Papa, Queso, Croqueta“ („Kartoffeln, Käse, Kroquetten“). Ja dann Kroquetten. „Con papa?“ („Mit Kartoffeln?“). Hm, Kartoffeln mit Kartoffeln? Seltsam. „Patata frita?“ („Frittierte Kartoffeln?“). „Si, si!“ „Uno?“ („Eine Portion?“). „Dos! Y cerveza, por favor“ („Zwei! Und Bier bitte“) „Una, do?“ („Eins, zwei?“) „Dos!“ „Gracia.“ Okay, man ist gespannt, was man eigentlich grad bestellt hat. Das hier kam dann.


Also „Patatas Fritas“ sind Pommes, das war klar und auch nicht neu. Aber die Kroketten? Ich würde es euch gern sagen, aber ich weiß es nicht. Es war vielleicht eine Käsefüllung. Ich finde, dass es nach Hähnchen geschmeckt hat, Nadja schwört aber darauf, Fisch erkannt zu haben. Es bleibt ein Rätsel. Aber geschmeckt hat es. Interessant auch, dass man hier auf Teneriffa gern das „s“ einfach weglässt. Also „Gracia“ statt „Gracias“. Oder eben „Buen dia“ statt „Buenos dias“.

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