Auch wenn es vermutlich dieses Mal nicht wahnsinnig viel zu erzählen geben wird, möchte ich euch trotzdem an der einen oder anderen Anekdote dieses Kurztripps nach Warschau teilhaben lassen. Noch bin ich nicht da, noch sitze ich im Zug. Sogar im richtigen Zug, wenn auch auf dem falschen Sitzplatz. Die Schlange beim Bäcker im Hauptbahnhof war leider etwas länger, weshalb ich es gerade noch rechtzeitig zum Zug schaffte. Noch etwas heiser und total erschöpft vom gestrigen Abend hatte ich dann nicht mehr die Geduld, meinen richtigen Sitzplatz aufzusuchen. Genau genommen hatte ich zunächst das polnische Bilet nicht richtig verstanden und wie wild nach Platz 47 gesucht und irgendwann entnervt aufgegeben, weil hier nur die Plätze 41-46 und im nächsten Abteil 51-56 zu finden waren. Erst als ich saß (zweiteres Abteil war noch frei) fiel mir auf, dass mein Platz eigentlich die 115 ist und ich mir großer Wahrscheinlichkeit die Zugnummer oder ähnliches für die Sitzplatznummer hielt. So sei es. Sollte sich doch noch jemand für den Platz interessieren, gehe ich eben die paar Anteile weiter. Ich wollte mich eh in Resilienz üben, da ist das doch eine gute Gelegenheit…


Die Fahrt mit dem Zug von Berlin nach Warschau ist übrigens super entspannt. Man steigt am Hauptbahnhof ein und reichlich fünf Stunden später in Warschau wieder aus. Der Zug scheint ausschließlich Anteile zu haben, keine offenen Sitzreihen. Außerdem läuft regelmäßig jemand durch die Reihen und verteilt Getränke, bei Bedarf. Also Wasser, still oder mit Sprudel. Der Nachteil ist nur, dass zumindest überhaupt kein Wort polnisch verstehe. Selbst wenn ich versuchen würde, etwas vorzulesen, was vor mir steht, würde ich mir die Zunge brechen und es zudem unverständlich aussprechen. Ich hoffe, dass ich wenigstens die wichtigsten Redewendungen schaffe…

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