Heute durften wir wieder ein paar Sonnenstrahlen genießen. Mit Betonung auf „ein paar“. Zumindest war es heute trocken. Daher entschieden wir uns relativ spontan, Matthias‘ Wunsch umzusetzen und zur Insel Vrångö (gesprochen Wrongjö) zu fahren. Diese liegt südlich von Göteborg und ist eine so genannte Schäre, also eine Insel, die aus Felsen besteht und durch Eiszeiten entstand. Um dorthin zu kommen, fuhren wir erst mit dem Bus, dann mit der Straßenbahn und schließlich ab Saltholmens Brygga dann mit der Fähre vorbei an den vielen kleinen Inseln bis nach Vrångö.



Als wir auf der Fähre waren, hatte sich die Sonne schon wieder hinter einer Wolkendecke versteckt. Ich habe euch aber trotzdem mal ein Foto gemacht, um zu verdeutlichen, warum es hier immer so dunkel ist. Dies ist im Winter der Sonnenstand zur Mittagszeit. Das gibt einem, sobald die Sonne mal scheint, auch ständig das Gefühl von Sonnenauf- oder -untergang. So ein Gefühl von „Tag“ habe ich hier bisher nicht erlebt.

Die Insel besteht quasi nur aus einem niedlichen kleinen Dorf mit einigen Holzhütten (rund 350 Einwohner) ganz im schwedischen Stil und Felsen. Abseits des Dorfes findet man dann noch Birken und Kiefern, Wacholder, ein paar Himbeer- und Erdbeerpflanzen und viel Gestrüpp, ein Naturschutzgebiet. Unser erster Halt war ein Fischimbiss, von dem Matthias und Jakob schwärmten.






Dann ging es weiter auf den höchsten Punkt der Insel, einen Aussichtspunkt mit Haus, das bestimmt irgend eine Bedeutung hat, die ich mir aber nicht gemerkt habe. Von dort aus ist auf der einen Seite der nördliche felsige Teil der Insel zu sehen und auf der anderen Seite das Dorf.



Von da aus machten wir uns auf den (Rundwander-) Weg. Autos gibt es übrigens keine auf der Insel. Nur solche kleinen Dreirädrigen. Aber man braucht auch kein Auto hier, denn selbst wenn man einmal die Insel vollständig umrundet, hat man gerade mal knapp 6km zurückgelegt. Das taten wir dann auch.




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