Heute Morgen präsentierte sich Norwegen von einer ganz anderen Seite als die letzten beiden Tage (welches wohl aber auch die ersten kühleren und nasseren Tage hier in der Region waren – letzte Woche hatten sie hier auch um die 30°). Die Sonne ließ sich blicken und tauchte unsere Wiesen und Berge in ein ganz anderes Licht.

Nach einem eiligen Frühstück fuhren wir nach Odda, an das südöstlichste Ende des Hardangerfjordes. Dort startete nämlich unsere Kayaktour, geführt von Marie und Marie, die beide durchaus was von ihrer Arbeit verstehen und, wie fast alle Skandinavier, sehr sehr freundlich und hilfsbereit sind. In einer Gruppe von 13 Touristen (sieben Boote) paddelten wir den wunderschönen Fjord entlang, etwa 6 km Richtung Norden. Und nach einer kurzen Pause in der jenseits eines stillgelegten Wasserkraftwerkes wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Es war gleichzeitig eine atemberaubende wie auch kraftezehrende Erfahrung. So ein paar Kilometer mit dem Kayak sind wahrlich nicht zu unterschätzen und ich rechne damit, trotz Dehnen und Arnikasalbe noch eine Weile von meinen Schultern an den Ausflug erinnert werde.
Auf dem Rückweg nahmen wir dann eine etwas längere Route zurück, doch der Umweg lohnte sich bei Weitem! Dadurch sind wir heute quasi einmal den Hardangerfjord beziehungsweise dessen Innenseite abgefahren. Die Straßen befinden sich in ganz unterschiedlichen Zuständen. Die einen ausgebaut und pro Richtung eine Spur, die anderen kaum mehr als alte Schotterwege, auf denen entgegenkommender Verkehr aufeinander warten muss. Immer geht es auf und ab, meine erste richtige Bergfahrt also. Korsika vor vier Jahren war gar kein Vergleich dazu! Zumal ich damals ein Automatikauto hatte und ich hier nun alle Gänge ausreizen darf. Aber es macht viel Spaß und das Training damals am Berliner Teufelsberg zahlt sich nun aus. Und dieser Ausblick…
So sind wir also unterwegs gewesen: erst die dunkelblaue Route, dann ab Odda den Fjord hinauf und zurück und dann die hellblaue Route:








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